Tropisches Paradies zwischen Regenwald und Wolkenmädchen (7.-21.11.2015)
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1. und 2. Tag

Es ist der Beginn unserer 15-tägigen Aktiv-Pilotreise. Erschöpft vom langen Flug werden wir von unserem Reiseleiter Upendra am Flughafen in Colombo in Empfang genommen. Wir erhalten einen ersten Eindruck von unserem deutschsprachigen Guide, der charmant, wortgewandt und humorvoll daher kommt.
Swimmingpool und Strand, Bars und Cafes des Ankunftsortes Negombo geben uns Gelegenheit, erst einmal anzukommen und uns in diesen Breitengraden zu akklimatisieren. Ein gemeinsames Abendessen im Kerzenschein am Strand von Negombo eröffnet die Möglichkeit, die Mitreisenden erst einmal kennenzulernen. Bei diesem Ambiente ein Leichtes!

3. Tag

Bei einem frühen Besuch des Fischmarktes von Negombo begegnen wir erstmals Land und Leuten. Dicht an dicht liegen die vielen bunten Schiffe am Kanal, die allerlei Fisch angeliefert haben. Vor Ort zerlegen die Fischer Hai, Thun- und Schwertfisch mit Sägen, Äxten und Messern und portionieren sie für die Interessenten – eine schmierige Angelegenheit! Das ist nichts für empfindliche Augen und Nasen.

Anschließend fahren wir mit Motorbooten in einen der vielen Kanäle, die damals von den Kolonialmächten angelegt wurden, um Tee und Gewürze zu transportieren. Am Wasser gibt es eine Menge zu sehen. Auch erste Eisvögel, Seeadler und Warane bekommen wir zu Gesicht.

Hoch interessant und ausgesprochen spannend verläuft auch der Nachmittag, an dem wir von Jugendlichen, Bewohnern eines Sozialprojektes, in die Nationalsportart Elle (eine Art Baseball) eingeführt werden. Hat super viel Spaß gemacht (…auch, wenn ich die Kugel beim Abschlag nicht ein einziges Mal getroffen habe).
Am Abend bekommen wir von den Jungen am Lagerfeuer im Wald eine Kampfsportvorführung geboten, bevor wir in unserer Lodge an den Reisfeldern einige schmackhafte Lions Lagerbiere vertilgen. Mit gelockerter Zunge haben wir bis tief in die Nacht noch mit den Einheimischen gesungen und getanzt haben.

4. Tag

Mit einem wunderbaren Sonnenaufgang beim Blick über die Reisfelder beginnt der Tag traumhaft. Nur das Klappern einiger Störche und gelegentliches Geschrei der Reiher unterbrechen die Ruhe. Gut gestärkt vom Frühstück mit Tee, Reisnudelnestern mit Palmhonig und viel Obst geht es aufs MTB zu einer Tour de Natur, bevor uns am Nachmittag unser Bus aufsammelt und zu den antiken Städten von Anuradhapura bringt. Die Weite der ehemals königlichen Stätten, die Ruinen und die noch erhalten Dagobas sind sehr beeindruckend – vor allem, wenn man weiß, dass diese Stadt jahrhundertelang vom Urwald überwachsen und vergessen war.

5. Tag

Sigiriya bedeutet „Durch den Hals des Löwen“ und ist ein absolutes Highlight der Reise. Die ehemals königliche Festung mit ihren berühmten Fresken liegt auf einem Vulkan-Monolith. Durch die noch verbliebenen gigantischen Löwenfüße einer Skulptur in Felsgröße hindurch beginnt der Aufstieg, an dessen Ziel sich ein unendlicher Blick in die Weite und die Vorstellung dieser uralten Königsfestung eröffnet. Sehr beeindruckend!

Nicht weniger eindrucksvoll treffen wir am Nachmittag bei einer Jeep-Safari in den Minneriya-Nationalpark auf die srilankischen elefantösen Dickhäuter und eine Vielzahl an Pfauen, interessanten Storchenvögeln, Reihern und mehr.

Die Nacht in einer wunderschönen Öko-Lodge-Anlage hat sehr viel zu bieten: Eine sehr freundliche und aufgeschlossene Gastfamilie, sehr leckeres und schmackhaftes Essen (wie so oft), schöne Zimmer und herrliche Blicke in die Weite der Natur.

6. Tag

Unvorstellbar, wie es den Menschen gelungen ist, den harten Granitstein von Dambulla auszuhöhlen und buddhistische Motive an die Decken zu zeichnen, die neben den hunderten Buddha-Statuen auch nach über zwei Jahrtausenden noch erhalten sind. Vor diesem Hintergrund wirkt die riesige goldene Buddhastatue am Zugang zu den Höhlen geradezu grotesk. Ein japanischer Hotelier soll sie als Dank für ein genehmigtes Hotelvorhaben vor ein paar Jahren gestiftet haben.

Später startet eine durchaus abenteuerliche Wanderung über Felsen und durch Bäche und Flüsse in den Knuckles-Bergen. Hier hat die Regenzeit leider noch kein Ende gefunden, so dass in der Regenkleidung von außen, wie auch von innen für viel Feuchtigkeit gesorgt ist. Kleine Blutegel sorgen aber immer wieder dafür, dass wenigstens etwas Flüssigkeit abgesaugt wird… Die Wanderung durch die tolle Landschaft, gesäumt von Reisterrassen und Wasserbüffeln ist dennoch ein super Erlebnis. Abgekämpft erreichen wir einen tiefen Bach, in dem wir uns eine Ganzkörpererfrischung gönnen und eine Arak-Taufe aus Kokosbechern erhalten. Selbst an biologisch abbaubares Shampoon hat Upendra gedacht. Das rechtfertigt unbedingt einen zweiten Taufgang!

Die Übernachtung bei einer Gastfamilie könnte schlichter kaum ausfallen. Nach den Strapazen des Tages genießen wir noch das eine oder andere Lagerbier und Cigarillos, die „Froschmann“ Kai mitgebracht hat. Auf den einfachen Boden-Matratzen fallen wir in einen tiefen Schlaf. Zugegeben: Ich war etwas in Sorge, dass die riesigen Regenmengen das Quartier über Nacht wegspülen…

7. Tag

Mit einer weiteren Wanderung durch das feuchte Hochland der Knuckles-Berge beginnt der nächste Tag, ehe wir das heutige Etappenziel erreicht haben und mit dem Bus weiter zu den Veddas, den Ureinwohnern Sri Lankas, fahren. Die Ureinwohner machen wahrhaftig einen urwüchsigen Eindruck. Später, bei Einbruch der Dunkelheit, werden wir zu unserem nächsten nächtlichen Ruheplatz gebracht. Über einen See gelangen wir mit einem Kanu zu unseren Baumhäusern – nicht ohne zuvor ein Bad im See genommen zu haben. Denn fließendes Wasser gibt es hier nicht.

Bei Lagerfeuer und Gesang lassen wir den Tag in der wunderschönen Natur ausklingen. „Mein“ Baumhaus in der Nähe des Feuers wird von Hunderten Glühwürmchen beleuchtet, so dass ich später gut zu Bett finde und himmlisch schlafe. Was für eine romantische Darbietung…

8. Tag

Es schüttet aus Kübeln. An eine Mountainbike-Tour ist heute leider nicht zu denken. So steuern wir mit dem Bus ins Hochland von Nuwara und unmittelbar auf eine Teeplantage zu, wo wir bei einer ausgesprochen interessanten Führung alles über den Teeanbau, Fermentierungsprozesse und die verschiedenen Qualitäten erfahren. Warum gerade schwarzer und grüner Tee hier um so vieles besser schmecken als zu Hause, ist uns nun klar!

9. Tag

Wir besuchen Kandy, das religiöse Zentrum des Landes und beziehen Zimmer im altehrwürdigen Hotel Queens. Alt ist es, ehrwürdig aber auch. Der koloniale Stil der Zimmer und Aufenthaltsräume verströmt noch immer das Gefühl des Besuches der britischen Königin. Wir nehmen an einer sri-lankischen Tanzshow mit den landestypischen Kostümen und Musiken teil. Das ist echt nett. Im Zahntempel haben wir anschließend das Glück, an einer religiösen Zeremonie teilhaben zu können. Gewohnt wissend lässt Reiseleiter Upendra uns an den Geheimnissen des Tempels und der Zeremonien teilhaben. So erfahren wir viel Wissenswertes, Hintergründiges und auch Amüsantes über die buddhistische Religion.

Der Abend auf den Straßen Kandys vermittelt das geschäftige Leben einer ausgesprochen lebhaften und inspirierenden Pilgerstadt.

10. Tag

Heute meint es das Wetter besser mit uns! Wir können uns somit wieder auf die Räder schwingen, während der Tourbus unsere Klamotten von A nach B transportiert. Eine durchaus anstrengende Tour durch die hügelige Landschaft, die aber immer wieder von kleinen Erlebnissen unterbrochen wird. Beim offenbar gut begüterten Besitzer einer Teeplantage machen wir Station und werden mit den köstlichen kleinen Bananen, den schon obligatorischen Reisnudelnestern und – natürlich – frischem Tee verwöhnt.
Wir fahren weiter zum heiligen Berg und nächtigen früh, um gewappnet zu sein für die Strapazen des Folgetages. Der stufenreiche Weg zu unseren Zimmern gibt schon mal einen Vorgeschmack auf das, was uns erwartet.

11. Tag

Um zwei Uhr starten wir, ausgestattet mit genügend Proviant und Taschenlampen, unseren Aufstieg zum Heiligen Berg Sri Pada. Ein Führer samt seinem Hund weist uns den Weg und begleitet die sportlichen und weniger sportlichen Kletterer, so dass niemand in der Dunkelheit auf der Strecke bleibt. 5.200 Stufen müssen wir bewältigen, um die kleinen Heiligtümer der Pilgerstätte verschiedenster Religionen (!!!) auf über 2.200 m Höhe zu erreichen. Eigentlich sollten wir hier einen tollen Sonnenaufgang und atemberaubendes Panorama erleben, aber dafür hatte wohl keiner gebetet. Mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten haben wir alle im Nieselregen stolz das Ziel erreicht. „Yes, we did it“, klatschten wir uns ab und genossen heißen Tee und unser Frühstück, während die aufgehende Morgensonne leider ihr Antlitz hinter dicken Wolken verbarg.

Warum nur hatte uns niemand gesagt, dass der Weg auf der Rückseite des Bergkamms ebenfalls aus Stufen bestand und das gleich mit über 7.000 an der Zahl… Am Ende hatten wir es alle geschafft! Irgendwann öffnete die Morgensonne auch noch den Blick auf den wirklich schönen Berg. Über die 12.000 Stufen will ich hier nicht groß jammern. Sogar der Hund hat sie geschafft! Der arme kleine Vierbeiner musste anschließend auch noch viele km nach Hause laufen, weil sein Herrchen ihn im Bus nicht mitnehmen durfte. Da tat er uns wirklich leid!

12. Tag

Auf uns wartet der Sinharaja-Regenwald, das ökologische Glanzlicht der vielen Unesco-gekrönten Weltkulturerbestätten Sri Lankas. Aber wer hat gesagt, dass wir schon wieder wandern sollen? Wir entscheiden uns einstimmig (!) für die kleinere Wandervariante und erleben auch dabei eine ganze Menge. Einzigartige Pflanzen und Tiere in reichlicher Zahl werden uns auch diesen Tag nicht vergessen lassen.

13.-15. Tag

Es geht zurück nach Negombo. Am Strand haben wir Gelegenheit, uns von den Aktivitäten der letzten Tage zu erholen. Bei einer eingehenden Ayurveda-Massage lassen wir uns die Beine wieder lockern. Eine Wohltat, stecken doch vielen die Stufen des Sri Pada noch immer in den Beinen. Eine letzte Tour mit den MTB’s in ein sehr reizvolles Vogelschutzgebiet hat Erholungscharakter.

Die verbleibende Zeit nutzen alle für Müßiggang, Cocktails am Strand, Shopping und intensiven Austausch über sehr viele eindrucksvolle und schöne Erlebnisse dieser Reise.
Der Abschied von Reiseleiter Upendra bei einem sehr gemütlichen Abschlussessen (mit wieder einmal köstlichem Meerfisch) fällt uns schwer. Ein sehr liebevoller, interessanter, humorvoller und facettenreicher Mensch, der zum Gelingen dieser ohnehin hoch interessanten und abwechslungsreichen Reise sehr viel beigetragen hat. „Ayubowan“ – sagt man auf srilankisch!

Anmerkung Frosch-Büro: Der Reisebericht von Dieter bezog sich auf die Pilotreise im Reisezeitraum 7.-21.11. Die Regenzeit in der Region, die wir auf dieser Sri Lanka-Reise besuchen, geht bis Ende November. Ab Anfang Dezember beginnt hier die Trockenzeit mit einem warmen, sommerlichen Klima. Zukünftig starten wir mit dieser Reise Ende November/Anfang Dezember.

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