Sri Lanka – ein Land für ein Abenteuer
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Meine Entscheidung für die Reise nach Sri Lanka fiel Anfang Januar, wo das Fernweh nach exotischen und warmen Ländern am größten ist. Die Reisebeschreibung klang sehr abwechslungsreich und vor allem nah an den Menschen des Landes. Das hat für mich den Ausschlag gegeben. Upendra, unser Reiseleiter hat uns, was die Vielseitigkeit des Reisekonzepts angeht, nicht enttäuscht. Die Reise war ein guter Mix aus Abenteuer, Spiritualität, Natur, Tempelbesuchen, original einheimischen Essen, Baumhütten bis noblen Hotels, Begegnung mit "wilden" Tieren, sportlichen Aktivitäten und Entspannung am Strand.

Wetter

Gleich am Flughafen schlug mir nach einem langen Flug die feuchte Hitze entgegen. Es waren gut 35 Grad und eine Luftfeuchtigkeit über 80%. Schwitzen ist hier an der Tagesordnung, selbst beim Nichtstun. Upendra erwartete uns direkt in der Flughafenhalle. Nach der Begrüßung wechselte ich als erstes die deutsche Winterklamotte in T-Shirt, luftige Hosen und Flipflops. Erleichtert darüber endlich angekommen zu sein, war ich froh, das Upendra uns mit einem Bus ins Hotel begleitete. Wir hatten jetzt erst mal Zeit 3-4 Stunden am Strand von Negombo zu relaxen und "anzukommen", bevor wir uns 19 Uhr zum gemeinsamen Abendessen am Hotel trafen.

Essen

Selbst abends nach Sonnenuntergang war es noch immer unbegreiflich warm. Wie haben auf dieser Rundreise an verschiedenen Orten gegessen, manchmal in Hotels, aber auch außerhalb in verschiedenen Restaurants. Reis, viele Curry-Varianten, Fisch, Fleisch, Gemüse, geriebene Kokosnuss und z.T. scharfe Beilagen dominierten den Speiseplan. Ich esse gern scharf, deswegen war es nach meinem Geschmack, aber man kann dem auch ausweichen, wenn man es nicht mag.

Das Frühstück fiel meistens eher spärlich aus. Hier waren Bananen, Joghurt oder herzhaftes Kleingebäck geboten, dazu Tee, Kaffee und Saft. Da wir oft früh am Morgen gestartet sind, um die kühlen Morgenstunden zu nutzen, sind wir meistens gegen 9 oder 10Uhr nochmal irgendwo in einer einheimischen Bäckerei für ein 2. Frühstück eingekehrt.

Mittags haben wir unterwegs immer wieder mal kleine Familienrestaurants aufgesucht, wo unsere Gruppe von 16 Personen gar nicht immer reinpasste, so haben wir uns auch manchmal aufgeteilt. Upendra hat das super gemanagt, sodass keiner hungrig weiterfahren musste.

Abends haben wir in Hotels gegessen, aber auch mal am Strand oder bei Familien. Das war eine gelungene Abwechslung und oft sehr unterhaltsam. Wir durften sogar 1-2 Mal beim Kochen helfen. Die Verständigung mit den Familien hat mit Händen und Füßen gut funktioniert. Das hat mir an dieser Reise besonders gefallen, die Nähe zu den Singalesen und die Möglichkeit, wenn auch in der Verständigung eingeschränkt, Zeit mit ihnen zu verbringen.

Sport/Aktivitäten

Diese Reise ist nichts für Teilnehmer, die einen Entspannungsurlaub buchen wollen. Ich würde sogar sagen, sie ist in Teilen sehr anspruchsvoll, was u.a. mit dem Klima zusammenhängt, aber auch mit der Straßenbeschaffenheit und den Wegen. Die Wanderungen empfand ich als moderat und gut machbar. Das Baden in den Flüssen während der Wanderungen waren für mich ein echtes Highlight und im Gegensatz zum Baden im Meer auch mal sehr erfrischend.

Ich bin eine eher geübte Mountainbike-Fahrerin, aber die Touren hatten es trotzdem ins sich. Zwar klingen sie zahlenmäßig kurz (8-35km), aber die Höhenmeter und das holperige Gelände kombiniert mit der Hitze waren trotzdem nicht ohne. Wir haben es immer alle geschafft, jeder in seinem Tempo, das fand ich gut. Upendra hat zudem immer geschaut, dass alle gut mitkommen.

Den ordentlichsten Muskelkater meines bisherigen Lebens hatte ich nach der Besteigung des Sri Panda Kanda (Adam´s Peak). Er dauerte vier Tage, trotz Magnesium. Fast 20.000 Stufen haben wir an diesem Tag erklommen, hoch und runter zusammen knapp ca. 2.000-2.200 Höhenmeter, wenn ich mich nicht verrechnet habe. 1:30 Uhr sind wir aufgestanden, um 2:00 Uhr die Besteigung zu starten. Es ist schwer, sich vorzustellen, aber man geht einfach unendlich viele Treppen hinauf, das ist schon ein Erlebnis der besonderen Art. 

Was mich sehr beeindruckt und ins Staunen versetzt hat ist, das viele ältere Menschen (Ü-60) barfuß und nur mit einer Tunika bekleidet hochgepilgert sind. Manche habe sogar andere getragen. 

Upendra erzählte uns, das ein guter gläubiger Singalese diese Besteigung jedes Jahr einmal macht. Naja, das hält zumindest fit. Und nach einem wunderschönen Sonnenaufgang geht man fast das Doppelte an Stufen auf der anderen Seite wieder herunter. 

Die Landschaft und der Blick ist atemberaubend, fast wie ein Märchenwelt aus Herr der Ringe. Trotzdem ging das Ganze schon ordentlich in die Waden und Oberschenkel. Alles in allem war es aber ein einmaliges Erlebnis und das erfrischende Bad im Fluss am Ende der Wanderung mit den gratis „Knabberfischen“ hat für alle Strapazen entlohnt. Ich fühlte mich danach wie neu geboren.

Übernachtung

Von einem Matratzenlager bei einer einheimischen Familie, einem abenteuerlichen aber coolen Baumhaus, einfachen Pensionen/Bungalows bis hin zu schönen Hotels hatten wir alles dabei. Man lernt Luxus hier wirklich schätzen, weil es ständig zwischen spartanischen Leben und Hotelleben abwechselt. 

Zweimal waren wir drei Tage tief im Dschungel und wenn man dann wieder in die Zivilisation kam, fühlte sich das an wie eine Reizüberflutung an Geräuschen, Vielfalt, Farben, Menschen, Moderne, High-Tech usw. Ich fand diese Wechsel äußerst spannend, ein wenig wie ein Experiment mit sich selbst und stellte wieder mal fest, wie sehr man Dinge doch für selbstverständlich nimmt. Die Klimaanlage im Hotel tat zumindest zum Runterkühlen des Zimmers vorm Schlafen ab und zu schon echt gut, denn immer Schwitzen und kleben kann auch nervig sein. 

Mit dem Waschen war es im Dschungel auch etwas abenteuerlich. Hier gab es hin und wieder eine schnelle Katzenwäsche im Fluss oder in einem See, wo auch Elefanten 800m von uns entfernt badeten. Es gab sonst keine Möglichkeit zum Waschen. Da ich gern im Wasser bin, war es mir egal, Hauptsache irgendwie frisch machen. Die Dusche im Hotel Tage später hat man natürlich trotzdem sehr genossen.

Abenteuer

Der Titel des Reiseberichts hält, was er verspricht. Die Begegnung mit wilden Elefanten war eines meiner persönlichen Highlights. Aber auch die Bekanntschaft mit Blutegel zog sich durch den zweiten Teil der Reise. Manche Teilnehmer hatten zahlreiche davon, manche auch gar keine. Jedenfalls sind diese Biester verdammt anhänglich und irgendwann auch echt nervtötend. Die heften sich an einen, sobald man im Urwalds stehen bleibt und krabbeln über die Schuhe in die Socken. Da hat es schon den einen oder anderen Blutfleck gegeben. 

Auch wenn Upendra uns immer wieder beruhigte, das sie nicht gefährlich sind, fanden wir sie trotzdem widerlich und wollten sie nur so schnell wie möglich los werden. Wenn die sich nämlich erstmal festsaugen, soll man sie nicht abreißen, sondern sich vollsaugen lassen und dann fallen sie irgendwann von selbst ab. Na toll, keine erstrebenswerte Erfahrung. Wir sind alle ohne Blutegelsocken ausgekommen, man muss eben aufmerksamer sein, dann geht es.

Reiseleitung

Upendra hat in diese Reise wirklich fast alles reingesteckt, um uns sein Land mit allen schönen Seiten zu präsentieren. Dadurch waren die Tage oft sehr voll und wir hatten wenig „Freizeit“. Manchmal wäre ein Programmpunkt weniger pro Tag „mehr“ gewesen. 

Trotzdem haben wir natürlich unglaublich viel gesehen und erlebt, wofür ich ihm sehr dankbar bin. Upendra war ein sehr engagierter Reisebegleiter und hat versucht auf alle unsere Wünsche einzugehen, was bei 16 Personen schon eine ganz besondere Herausforderung ist. Ich finde das hat er super gemeistert. Er spricht gut Deutsch und was ich persönlich sehr sympathisch finde, er spricht schweizerdeutsch. Ich finde einen Schweizerdeutsch sprechenden Singalesen schon eine ungewöhnliche aber auch sehr amüsante Kombination. Es gab deswegen so viel schöne und lustige Momente. 

Upendra ist spontan und stellt sich schnell auf Situationen ein. Er ist sehr sozial eingestellt. Das Wohl der Singalesen hat er im Blick und ihm ist wichtig, dass das Geld der Touristen nicht nur an die reichen Hotelbesitzer geht, sondern auch an arme Familien und Teeplantagenarbeiter. Diese Einstellung fand ich sehr beeindruckend und habe sie auch gern unterstützt.

Fazit

Eine großartige, facettenreiche, aktive und spirituelle Reise für Abenteurer, die auch außerhalb von 4 Sterne Hotels nächtigen können und stattdessen mal in der Einfachheit das Besondere finden.

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