Reisebericht: Sportclub Carlton


Bienvenue à Crans Montana, 23. Januar – 01. Februar 2015
  • Der Sportclub Carlton nach Neuschnee
    Der Sportclub Carlton nach Neuschnee
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  • Zimmerausblicke am Morgen
    Zimmerausblicke am Morgen
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  • Apres an der Talstation
    Apres an der Talstation
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  • Walliser Bergwelt - Blick von Les Violettes
    Walliser Bergwelt - Blick von Les Violettes
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  • aufziehender Nebel an Pas du Loup
    Aufziehender Nebel an Pas du Loup
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  • Einkehrmöglichkeiten im Skigebiet Cabane de Mattia
    Einkehrmöglichkeiten im Skigebiet Cabane de Mattia
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  • Schneeschuhwanderung bei Schneefall
    Schneeschuhwanderung bei Schneefall
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  • Bergstation des National-Sessellifts
    Bergstation des National-Sessellifts
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  • Cabane des Violettes
    Cabane des Violettes
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Frau Holle war beim Saisonstart 2014/2015 doch etwas zögerlich und gar spät dran: Erst in der Silvester-Woche kam die weiße Pracht - jedoch auch nicht überall in den Alpen. Das Wallis mit Skigebieten auf rund 3.000 m erschien mir jedoch schneesicher und so buchte ich in den Sportclub Carlton in Crans Montana.

Im Januar 2015 dann die unerfreuliche Kunde, dass die Schweizer Nationalbank die einseitige Bindung des Franken an den Euro aufgegeben hat: Das machte sich dann doch bei so mancher Ausgabe bemerkbar. Aber der Reihe nach ...

Die Busanreise

Los ging’s wie üblich mit dem Bus am Freitagabend gegen 22:15Uhr ab Köln-Deutz. Vor zwei Jahren wurde - damals wegen Bauarbeiten am Bahnhof - die Haltestelle vom Bahnhof Deutz zum so genannten Busbahnhof in der Gummersbacher Straße verlegt. Dort fahren auch die Fernbusse ab. Diese Verlegung hat einerseits den Nachteil, dass dieser rund 1km vom Bahnhof und damit den öffentlichen Verkehrsmittel entfernt liegt. Andererseits jedoch den Vorteil, dass die Auto-Parkplätze P5 und P11 der Lanxess Arena in der Nähe sind und man dort ab 3 Euro/Tag (vorherige Reservierung ist nötig) das Auto abstellen kann - so kommt man auch bei der Rückkehr am Sonntagmorgen um 4 Uhr schnell und bequem wieder weg.

Gegen 22 Uhr stand bereits ein Bus von LippeBus bereit und nachdem alle Fahrgäste vorzeitig an Board waren, startete die Fahrt gar einige Minuten früher.

Ich hatte einen Relax-Sessel gebucht und machte es mir bequem. Moment, irgendwie hatte ich einen solchen anders in Erinnerung. Mit diesem Eindruck war ich nicht alleine, wie sich in Gesprächen mit anderen Mitreisenden zeigte: Anscheinend haben die Relax-Sessel in den Bussen von Bröskamp eine größere Beinfreiheit und die Beinstütze lässt sich fast waagerecht stellen - das war bei diesem Bus leider nicht so.

Während ich so vor mich hin döste, blieb die Landschaft - auch im Rhonetal - grün. Auch als der Bus aus dem Tal nach Crans Montana hoch fuhr, war wenig Schnee zu sehen: Nur sehr vereinzelt zeigten sich weiße Stellen - so auch in der Zufahrt zum Sportclub, der etwas oberhalb von Crans liegt. Der Bus parkte direkt vor dem Haus und nach einer ersten Begrüßung ging’s zum Frühstück. Ski und -schuhe konnte in die separat liegenden Räume, das Gepäck in der Salon untergebracht werden.

Während des Frühstücks gabs weitere Informationen zum Tagesablauf und die Möglichkeit den Skipass zu wählen, der im Haus an der Rezeption ausgestellt wurde.

Die Zimmer standen ab 15 Uhr zur Verfügung und ab 14 Uhr konnten sowohl An- als auch Abreisende die Saunen nutzen - toll!

Der Sportclub Carlton

Das Gebäude des Sportclub Carlton ist sicherlich alles andere als taufrisch. Das ehemaligen Hotel Ritz-Carlton entstand in drei Abschnitten ab ca. 1930 und konnte unter anderen Charlie Chaplin und Juri Gagarin als Gäste begrüßen. Frosch hat insbesondere die Gemeinschaftsräume renoviert. Je nach Bauabschnitt sind die Zimmer durchaus unterschiedlich und teilweise sehr einfach und hellhörig - auch hinsichtlich Geräusche von außen: Als Neuschnee fiel, waren ab 4 Uhr morgens Räumdienste auf der Straße unterwegs des Sportclubs unterwegs, die die Nachtruhe frühzeitig enden ließen.

Absolut positiv zu erwähnen, ist die großzügige Saunalandschaft mit einem gigantischen Blick in die Walliser Bergwelt. Über den Saunen findet sich noch eine Dachterrasse, auf der man sich nach dem Saunabesuch auch mal in den Schnee werfen kann.

Ski können in einem Schuppen hinterm Haus und Skischuhe auf beheizten Schuhständer in einem separaten Raum untergebracht werden, die jedoch beide nur von außen zugänglich sind. Skiverleih-/Skiservice ist im Eingangsbereich - neben der Rezeption - des Sportclubs. An der Rezeption kann man auch Saunatuch und Bademantel gegen Entgelt und Pfand erhalten.

Positiv ist die Lage des Sportclubs:

  • Nach einem kurzen Fußweg erreicht man eine Gondelbahn, die den Einstieg ins Skigebiet ermöglicht. Die Talabfahrt vom Berg endet ebenso in der Nähe des Hauses oder an der nahen Gondelstation.
  • In wenigen Minuten erreicht man zu Fuß Einkaufsmöglichkeiten (migros und coop), Banken, andere (Luxus-)Geschäfte und Gastronomiebetriebe in Crans.

Das SkigebietDas teilweise durchaus anspruchsvolle Skigebiet ist nicht gerade groß und leider sind Teile davon auch immer wieder geschlossen: Wind, Lawinengefahr oder gar ein technischer Defekt führt zum Stillstand. So war beispielsweise die Gondel zum Gletscher (Plaine Morte) in meiner Urlaubswoche nur an drei Tagen in Betrieb.

Grundsätzlich kann man vier Bereiche ausmachen:

  • Einstieg in Skigebiet vom Sportclub in Crans mit der blauen Gondel zur Cry d’Er (2.265m). Hier finden sich unter anderen Schlepplifte und ein Sessel zur Bellalui (2.543m). Über die Abfahrten erreicht man auch weitere Bereiche des Skigebiets oder auf zwei Wegen Crans.
  • Einstieg ab Montana mit der roten Gondel im futuristischen Style der 70iger ebenfalls zur Cry d’Er. Die Zwischenstation Arnouva lernt man ua durch die gleichnamige Hütte kennen.
  • Einstieg ab Barzettes-Violettes mit der silbernen Gondel über Les Violettes zum Gletscher (Plaine Morte) und mit dem - vor allem im oberen Bereich sehr zugigen - National-Sessellift zur Cry d’Er.
  • Letztendlich noch zwei Sessellifte im Gebiet von Aminona. Auf älteren Karten findet sich hier noch eine Gondel, die jedoch abgebaut ist. Erreichbar ist das Gebiet - unter anderen mit einigen breiten blauen Pisten - vom Gletscher oder Les Violettes.

Vom Tal her zog immer wieder Nebel hoch, der Teile des Skigebietes verhüllte - da galt es dann auf andere Bereiche auszuweichen. Häufig war die Sichteinschränkung nicht von langer Dauer.

An zwei aufeinander folgenden Tagen gab es erhebliche Mengen an Neuschnee, wodurch die Sicht ebenso eingeschränkt war- allerdings auch nicht überall und im Tagesverlauf auch wechselnd. Für Tiefschneefahrer waren diese Tage jedoch geradezu ein Traum !!

Skiverleih und -kurse

Fast schon zum Frosch-Standard gehört die Möglichkeit, Abfahrtski in der hauseigenen Ski-Station zu liehen: Das war auch im Carlton so. Die Skistation bietet - preislich attraktiv- auch die Möglichkeit eines Ski-/Snowboardservice, das heißt insbesondere Wachsen und Kanten-Schleifen, über Nacht durchzuführen. Skischuhe konnten in Crans geliehen werden.

Daneben bestand auch die Möglichkeit, Langlauf-Ski und Schuhe (bis Größe 45) gegen Entgelte zu liehen. Schneeschuhe waren ständig kostenfrei verfügbar.

Von der Frosch-Skischule im Haus wurden ein Fortgeschrittenen-Kurs für Ski und daneben auch kleinere Einheiten „Steps“, wie beispielsweise Tiefschnee oder Buckelpiste, - gar auch mal für Snowboard(!) - angeboten. Preislich erscheinen mir die angebotenen Kurse definitiv attraktiv.

Auch ein Langlauf-Kurs „Klassisch“ wurde angeboten, wobei hier noch eine Loipengebühr von 10 CHF anfiel („entfällt“ wenn beim Einstieg niemand da ist).

Die Verpflegung

Verhungern muss im Sportclub definitiv niemand!

Das Frosch-Team sorgt dafür, dass zum Frühstück ausreichend verschiedenen Brotsorten, Käse, Wurst, verschiedene Marmeladen, Nutella, Müsli / Cornflakes, Joghurt, Quark, Orangen- und Apfelsaft, Kaffee, verschiedene Teesorten etc. vorhanden ist. Hinzu kamen beispielsweise mal ofenfrische Croissants oder Rührei. Selbstverständlich wurden auch Tüten bereitgehalten, so dass man Pistenbrote mitnehmen konnte.

Der Koch Philipp übertrifft sich wohl täglich aufs Neue, wenn er und sein Team ein umfangreiches 4-Gang-Menü bietet. Man konnte spüren, dass ihm die Tätigkeit Spaß macht und er sich wohl vielfach Gedanken macht, was er noch so alles mal anbieten könnte. Selbstverständlich wurde auch auf Vegetarier oder etwaige Unverträglichkeiten Rücksicht genommen.
Am Donnerstag, das war der freie Tag des Kochs, stand das Team mit Schweizer Raclette bereit: Direkt vom erhitzen Käselaib auf den Teller - nix mit kleinen Pfännchen!

Das ProgrammangebotWenngleich man sich neben der Rezeption im Eingangsbereich über das grundsätzliche Wochenprogramm informieren konnte, gehört es zum Frosch-Ritual, dass am Vorabend das folgende Tagesprogramm nebst Wettervorhersage angekündigt wird.

Mal zum sportlichen Angebot:

  • Im Carlton wurden an vier Tagen Ski-Guidings - eines sogar ganztags - angeboten. Nachdem das Skigebiet nicht sonderlich groß ist und häufig Teile davon geschlossen sind, lernt man doch so manche Stelle dann doch mehrfach kennen.
    Positiv überrascht war ich, dass auch mal wieder ein Pisten- Picnic angeboten wurde - das schien in den vergangenen Jahren verschwunden zu sein. Leider fand dieses im Pausenraum der Les Violettes Station statt, die nicht gerade Pisten-Ambiente bietet.
  • Gegen Entgelt wurde ein Langlauf-Kurs in der klassischen Technik, das heißt in der Loipe, angeboten. Dabei wird auf breite sog. Nordic-Cuising Ski zurück gegriffen, die es auch Anfängern recht einfach machen, damit um zu gehen. Diese Sportart kann jedoch ziemlich anstrengend werden, wie manche Frösche überrascht feststellen mussten.
  • Eine Schneeschuh-Wanderung - passenderweise bei Schneefall - führte zur Arnouva-Hütte, die jedoch leider geschlossen hatte. So ging es ohne eine Hütten-Stärkung wieder zurück. Dessen ungeachtet allemal eine Abwechslung und ein Spaß.

Daneben gab es jedoch an diversen Nachmittagen und an den Abenden noch ein umfangreiches Programmangebot

  • Apres-Ski mit Glühwein, Würstchen an anderen Tagen Kuchen und Waffeln auf der Terrasse vor der Bar
  • Mitternachtssauna - mit Kerzen illuminiert
  • eine Fackelwanderung, die etwas oberhalb von Crans entlang führte und zur Pause eine flüssige Stärkung vor sah
  • an weiteren Abenden auch Kicker-Turnier, Dart, Spiele usw. in der Bar.

Fürs persönliche Verwöhnprogramm kann man beispielsweise auch Massagen buchen.

Abfahrtstag und die Rückreise

Hatte es noch an den beiden Tagen vor der Rückreise geschneit und aufgrund der Sichtverhältnisse manche gar abgeschreckt auf den Berg zu gehen, zeigte sich die Sonne am Abreisetag von der besten Seite: Sonne satt!!

Die Zimmer mussten morgens geräumt werden und das Gepäck in den Salon gebracht werden, wo auch die zu dem Zeitpunkt ankommende Gäste ihr Gepäck abstellen sollten. Der Tag konnte nochmals auf dem Berg oder auch in der Loipe genutzt werden. Die Sauna, die dortigen Duschen und auch die Etagenduschen konnten genutzt werden, um rechtzeitig vor der Busabfahrt nochmals frisch zu machen.

Frühzeitig wurde das Heimfahrersüppchen angeboten und gegen 18 Uhr startete der Bus. Zunächst jedoch nur bis Sierre im Tal. Dort kamen mir einem Kleinbus Gäste vom Sportclub Astoria in Saas-Fee an, die dort zustiegen. Anschließend gings ruhig und unspektakulär zurück nach Deutschland.

Zusammenfassend …Positiv am SC Carlton ist neben der Saunalandschaft mit Panaromablick auch die Möglichkeit, die Ausrüstung für weitere Wintersport-Aktivitäten nutzen zu können und so weitere Abwechslung zu schaffen. Das Skigebiet mag zwar durchaus anspruchsvolle Pisten bieten, doch die häufigen Einschränkungen des eh nicht gerade großen Gebietes, führen bei mir nicht gerade zu Jubelschreien. Der Ort Crans bietet sich auch nicht als eine Alternative für Apres oder ähnliches an - dies mag auch an dem Wechselkurs liegen, der so manche Hüttenaufenthalte dämpfte.

Davon abgesehen ein engagiertes Frosch-Team vor Ort, interessante Frösche und eine schöne und erholsame Woche in den Schweizer Bergen ...

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