Ein Frosch in Bullerbü
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Vorweggeschickt: Highländer, der Reiseveranstalter ist noch dabei die Reise zu optimieren, der Verlauf variiert auch je nachdem wie viele Teilnehmer an der Reise teilnehmen, daher sind meine Schilderungen bitte nur „indikativ“ zu betrachten ;-)

Anreise

Ende Juni reiste ich von Düsseldorf über München nach Arlanda, das ist der Flughafen von Stockholm, der etwas außerhalb liegt, aber doch sehr groß ist.

Da mir das Highländer Office in Köln nicht gesichert sagen konnte, ob man noch genügend Zeit hat, am Flughafen in Stockholm Geld zu wechseln (da ja der Transfer um 15 Uhr abfährt und mein Flieger erst um 14:15 gelandet ist), habe ich noch schnell am Flughafen in München Kronen besorgt. Ein Fehler…der Kurs war wirklich miserabel!
Also daher der erste Tipp: Macht es in Schweden! Am Gepäckband in Terminal 5 (da kommt man idR heraus) ist eine Wechselstube von einer Schwedischen Bank, man kann also prima Geld wechseln während man auf seinen Koffer wartet zu definitiv besseren Kursen! Das solltet Ihr auch dort direkt machen (zumindest mal 50 Euro wechseln), denn die nächste Gelegenheit dazu gibt es erst wenn der Ausflug nach Uppsala ansteht!
Tauscht bloß nicht zu viel! Mit 200 Euro kommt man locker in der Woche aus auch wenn man sich mal eine Flasche Wein gönnt und Schweden ist auch ein Land wo man überall mit EC Karte bezahlen kann. Es gibt nicht viele Gelegenheiten Geld auszugeben ;-)

An der Touristen Info wartet ein Highländer Mitarbeiter auf mich. Mit dem Zug fuhren wir dann nach Uppsala und dort ging es dann nach 45 Minuten Wartezeit weiter mit einer anderen Bahn nach Älvkarleby. Danach folgten etwa 15 Minuten Fußmarsch bei angenehm sonnigem, aber doch frischem Wetter zu dem Restaurant auf der Halbinsel Laxön, dort warteten wir dann auf Luise, die Service Kraft, die das Essen für den Abend abholte und uns dann mit zur Unterkunft Sagabo mitgenommen hat.

Die Gruppe

Wir waren 7 Teilnehmer, die alle über unterschiedliche Anbieter gebucht hatten. Alleinreisende, aber auch ein Paar – Altersdurchschnitt zwischen Anfang 30 und Mitte Fünfzig. Für alle war Schweden „Neuland“.

Das Team vor Ort

Im Gegensatz zu Frosch Reisen gibt es hier keine Teamer die eine ganze Saison vor Ort sind. Die Reise wurde betreut von 2 Studenten, die jeweils ein paar Wochen vor Ort bleiben (zB während der Semesterferien) und dann wieder mit anderen Kräften in der Saison tauschen. Eine Service Kraft, die das Frühstück macht, einkauft, Buchhaltung übernimmt und am letzten Abend Grillmeister spielt und eine Studentin, die mit der Gruppe dann die Tagestouren macht. Es kann also dazu führen, dass ein Teamer gerade neu angekommen ist und sich selber auch noch nicht gut auskennt. Man darf hier also kein Studiosus Niveau erwarten, dass die Reisebegleitung einem bei der Uppsala Tour viel historisches oder aktuelles Schweden Wissen vermitteln.
Vor Ort sind aber auch in der Regel die schwedischen Besitzer der Anlage Beate und Eric, die dann Auskunft geben können, wenn man besondere Dinge unternehmen möchte oder etwas über Schweden und die Kultur und Gebräuche wissen möchte.

Die Zimmer

Je Stuba gibt es zwei Appartements. Diese sind ausgestattet mit einer kleinen Küche. Das Bad ist sehr klein, dafür ist das Zimmer recht geräumig. Es gibt einen runden Tisch mit 4 Stühlen und zwei getrennte Betten in einem Appartement. Die Zimmer sind sehr geschmackvoll eingereichtet.

Das Essen & Trinken

Zweimal geht es abends in ein Restaurant, welches sich ungefähr 50 Minuten mit dem Fahrrad entfernt von der Anlage befindet.
Das Abendgericht ist festgelegt und ist für alle gleich.
Inkludiert ist ein Getränk (Wasser oder eine Flasche Leicht-Bier), das Restaurant hat aber eine Ausschank Lizenz, so dass man auf eigene Rechnung auch Wein trinken kann oder „normales“ Bier also „Starköl“.

An den anderen Abenden wird in der Unterkunft gegessen, aber auch hier stammt das Essen von dem Restaurant (der Besitzer ist quasi der Caterer) und ist portions- mäßig genau auf die Anzahl der Teilnehmer ausgerichtet. Immer erst einmal durchzählen, bevor man sich was auf den Teller haut, sonst geht ein Anderer leer aus :-(

Vor Ort gibt es die Möglichkeit Wasser oder leichtes Bier (Letöl = 2,5 Promille) in Dosen zu kaufen (über Highländer).
Vegetarier sollten im Vorfeld Bescheid geben, damit auch sichergestellt ist, dass es am ersten Abend etwas Vegetarisches gibt. Hier bereitete das Restaurant Gemüseteller vor (einmal mit Saitan und Tofu und einmal Gemüseteller pur). Zu viel Sonderlocken sind aber nicht gerne gesehen, wer also was spezielles braucht – besser mitbringen….

Wer Wein mag sollte auf jeden Fall die Gelegenheit nutzen in Uppsala in einen Liquid Store (systembolag) zu gehen, soooo teuer ist der nicht. Es gibt dort eine riesige Auswahl an Weinen (von allen Ländern), sehr gute hochwertige Weine und die sind preislich auf dem Niveau wie in Deutschland.

Das Frühstück kann man als „Reichhaltig, Standard, konventionell“ bezeichnen, leider ist viel in Plastik verpackt (Marmelade, Nutella, Honig). Es gibt aber immer Obst und an mehreren Tagen auch Ei!
Am letzten Tag lässt man sich etwas Nettes einfallen, das möchte ich aber hier nicht verraten, damit es eine Überraschung bleibt!

"Bio-", "Nachhaltigkeitsfans" und "Gourmets" – Augen zu und durch! Das Essen ist absolut ok und durchaus genießbar, aber erwartet hier bitte keine Haute Cuisine. Es ist alles "konventionell".

Die Ausflüge

Zu den Ausflügen geht es stets erst einmal mit dem Fahrrad. Entweder fährt man zu der Bahnstation nach Älkaleby (etwa 50 Minuten Fahrt) und fährt dann mit dem Zug zum Wandereinstieg oder mit dem Zug nach Uppsala. Die Ausflüge fanden alle genauso statt wie beschrieben (1x Kanutour, 1x Fahrradtour, 2x Wandern, 1x Uppsala). Die Zeiten der Ausflüge können variieren je nachdem welche Route gelaufen wird, ob der Weg bekannt ist oder ob man zusammen mit dem Teamer neue Wege erkundet.

Der freie Tag

Ich hoffte eigentlich sehr, dass jemand mit nach Stockholm kommt. Aber da die meisten schon vor der Reise oder geplant nach der Reise einige Tage Stockholm geplant hatten, fand sich dort niemand und ganz alleine wollte ich auch nicht losziehen. Der Anfahrtsweg ist schon sehr weit (2,5 Stunden) und man muss auch sehr zeitig wieder zurück, aufgrund der Züge, die nur 1x die Stunde von Uppsala aus Richtung Norden fahren.

Ich verbrachte den Tag am Rullsands Strand (etwa 5 Minuten mit dem Rad am Camping Platz), andere machten eine Seekajak Tour. Am Rullsands kann man auch gut essen (Pizza, Burger, Salate, Pancake…alles war sehr lecker) und es gibt dort kostenloses WLAN!!!

Die Abreise

Mit dem Highländer Auto und einem Taxi wurden wir zum Bahnhof Skutskär gefahren, von dort aus ging es weiter bis nach Uppsala, dann Umsteigen in die Bahn nach Arlanda. Einige Teilnehmer sind in Eigenregie noch weiter nach Stockholm gefahren und haben dort noch eine Nacht verbracht bevor dann ihre Flüge zurückgingen.
Am Terminal dann der erste Schock – Samstag – die Hallen waren völligst überfüllt und die Beschilderungen sind etwas dürftig. Mit ein wenig Herumfragen wussten wir dann irgendwann, dass wir zu den blauen SAS Schildern gehen mussten, dort wird dann auch Lufthansa in Kooperation abgefertigt in einer separaten Halle. Also unbedingt 2 Stunden vorher da sein v.a. wenn man Samstags fliegt zur Ferienzeit!

Fazit

Wunderbarer Ort zum runterkommen und "abschalten". Es gibt derzeit kein WLAN in der Anlage und es gibt dort kein Fernsehen, keine Möglichkeit an deutsche oder englisch-sprachige Zeitungen zu kommen, es gibt auch keine Pubs oder irgendwelche Orte wo man mit Einheimischen Abends zusammenkommt. Die Schweden leben recht zurückgezogen.
Die Anlage Sågarbo herrgård ist aber von einer LTE Station abgedeckt, wer also auf Außen- Kommunikation nicht verzichten kann, bekommt dort zur kommerziellen Freude des Mobilfunkanbieters schon eine Verbindung nach Hause aufgebaut.

Tipps zum Mitnehmen
  • Fön!! Hatte ich vergessen….kann man sich vor Ort nicht leihen (zum Glück hatte eine Teilnehmerin einen Fön dabei).
  • Regenhose….sehr angebracht, denn man sitzt täglich auf dem Radesel.
  • Dicker warmer Pulli…denn er kann ganz schön kalt abends werden
  • Alles gegen Mücken ….also auch lange Hosen, lange Pullis etc.
  • Badeanzug/Hose: Denn am Donnerstagabend geht es in den Hot Tup und ganz in der Nähe ist ein wunderbarer Strand (Campingplatz Rullsand)

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