Meine erste Fernreise
  • Elephanten in Sri Lanka
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  • Landschaft in Sri Lanka
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  • Essen mit Einheimischen
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  • Essen mit Einheimischen
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  • Essen mit Einheimischen
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  • Einwohner Sri Lankas
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  • Essen mit Einheimischen
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  • Tempel
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  • Pool beim Hotel
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  • Essen mit Einheimischen
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Mit Frosch war ich schon oft unterwegs, im Sportclub und auf Aktivreisen in Europa. Sri Lanka (vom 15.04. – 29.04.2026) war jetzt meine erste Fernreise mit ihnen – und ja, ich war ziemlich gespannt, ob das Frosch-Gefühl auch so weit weg von zuhause trägt. Tut es.

Kleine Gruppe, viel Nähe

Wir waren nur eine Handvoll Leute. Das hat alles entspannter gemacht, persönlicher. Auf den meisten Touren waren wir komplett allein – keine anderen Touristen, kein Gewusel. Man hört dann plötzlich die Vögel, die Insekten, das eigene Schnaufen beim Aufstieg. Genau das macht den Unterschied.

Vielseitig unterwegs

Wir waren nicht nur auf dem Mountainbike und zu Fuß unterwegs, sondern auch im Tuktuk, im Bus, im Boot, auf dem Traktor und im Jeep. Klingt nach viel, wars auch – und genau das hat Spaß gemacht. Jedes Gefährt zeigt das Land aus einem anderen Blickwinkel.

Einige Beispiele:

Die Elefanten-Safari: Wir hatten richtig Glück. Eine ganze Familie, ganz nah, und dann auch noch beim Baden. Ich habe einfach nur dagestanden und geguckt. Das vergisst man nicht.

Die Knuckles Berge: 34 Gipfel, die aussehen wie eine geballte Faust – daher der Name. Unser Wanderguide Mohamed lief in Flipflops vorneweg, Machete in der einen Hand, Blutegel-Spray im Rucksack. Wir hinterher mit Wanderschuhen und schwerem Atem. Die Blutegel waren übrigens das einzig Eklige an der ganzen Reise. Aber gut – Natur ist eben Natur.

Die Nacht in der Baumhütte bei den Veddas, den Ureinwohnern. Lagerfeuer, ein Tanz mit Trommeln, irgendwo in der Ferne sollen Elefanten gewesen sein. Kein Strom, kein fließendes Wasser, dafür Sterne ohne Ende. Eine Nacht, die ich nicht missen möchte.

Sigiriya bei Sonnenaufgang, die Wolkenmädchen, der Zahntempel in Kandy.

Der Sinharaja-Regenwald: Wir sind ganz still gegangen, fast schon andächtig. Drittes UNESCO-Weltnaturerbe auf der Reise – und das merkt man.

Die Hochland-Biketour: Die Höhenmeter hatte ich vorher mit ziemlichem Respekt gelesen. Aber wenn um dich herum alles teegrün leuchtet, tritt es sich plötzlich leichter.

Adam's Peak: 5.000 Stufen rauf, über 12.000 wieder runter. Meine Beine haben das tagelang nicht vergessen. Aber oben angekommen, mit den Klängen einer Puja im Hintergrund und dieser Aussicht – jede Stufe hat sich gelohnt.

Begegnungen, die hängenbleiben

Bei unserer zweiten Radtour haben wir mehrere Stopps eingelegt. Einer davon war eine Kokosplantage, wo uns gezeigt wurde, mit welch einfachen Maschinen die Kokosnüsse bearbeitet werden. Die Männer dort: in Flipflops, Sicherheitsschuhe Fehlanzeige, auch sonst ohne all die Vorkehrungen, die man aus Deutschland kennt. Faszinierend und ein bisschen erschreckend zugleich.

Es war gerade die Zeit der Neujahrsfeste, und wir wurden spontan zum Tee und ans Buffet eingeladen oder zum Elle-Spielen. Einfach so. Und natürlich durfte auch ein Gruppenbild nie fehlen. Überall wurden wir begrüßt – ein herzliches „Hi!" oder „Bye!", winkende Hände, neugierige Fragen: Woher kommt ihr? Mögt ihr Sri Lanka? Auch auf den Teeplantagen bei den Pflückerinnen war ein Grinsen immer drin.

Einmal fing es plötzlich heftig zu regnen an, und wir haben uns bei einer kleinen Nähstube untergestellt. Eine aus unserer Gruppe durfte sich an die Maschine setzen und zeigen, dass auch sie nähen kann – große Erheiterung. Ein schüchternes Mädchen in der Stube hatte an dem Tag ihren elften Geburtstag und hat sich riesig über unsere Glückwünsche gefreut. Solche Begegnungen, so unkompliziert und herzlich, kann man nicht planen. Sie passieren einfach. Und sie sind oft das, woran ich mich am stärksten erinnere.

Wasser – warm, kühl, lebendig

Das Baden im Indischen Ozean war ein bisschen wie eine Badewanne, so warm. Trotzdem hat das Wellenspringen riesig Spaß gemacht – wie als Kind. Richtige Abkühlung gab's eher an den Flüssen während oder nach unseren Wandertouren. Und dort hatten wir manchmal Gesellschaft: kleine Fische, die zur Pediküre angeschwommen kamen, sich an Füßen und Beinen festsetzten und plötzlich ganz fleißig knabberten. Erst kitzelig, dann komisch, am Ende einfach lustig.

Essen: scharf, würzig, viel Reis, viel Kokos

Muss ich kurz schwärmen: Das Essen war ein Traum. So viele Gewürze, oft schön spicy, manchmal auch mal richtig feurig. Wir durften mehrmals beim Kochen zuschauen und uns die einzelnen Zutaten erklären lassen. Es gab Reis und Kokos in allen Varianten, Kartoffeln, Rote Beete, Bohnen, Kürbis, Okra, Jackfrucht, und und und. Abgeschmeckt wurde mit Knoblauch, Chili, Kokosmilch und Curry, um nur einige Gewürze zu nennen.

Upendra – unser Guide

Den größten Dank schicke ich an Upendra. Er hat uns sein Land mit so viel Leidenschaft gezeigt, und nebenbei haben wir eine Menge mitgenommen: über Buddhismus, über Naturschutz, über Nachhaltigkeit, über das Leben der Menschen dort. Nie belehrend, immer auf Augenhöhe.

Was ihn für mich aber wirklich besonders gemacht hat: Er hat sich um jeden Sonderwunsch gekümmert und Lösungen gefunden. Zwei Beispiele:

Mir ist gleich am Anfang die Sonnenbrille kaputtgegangen. Kein Problem – wir haben kurz beim Optiker gehalten, der hatte die Schraube da und hat sie auch noch kostenlos repariert.

Ein anderes Mal habe ich nach einer Ayurveda-Massage meine Kette dort liegen lassen. Upendra zückt sein Handy, telefoniert kurz – und am Abend wurde die Kette in unserer Unterkunft vorbeigebracht. Einfach so.

Zur Wahrheit gehört auch

Das hier sind keine durchgängig schicken Vier-Sterne-Hotels. Es gibt auch einfache Unterkünfte: ein Homestay bei einer Familie, die Baumhütte ohne Strom, eine kleine Lodge am Regenwald. Sauber war alles, immer.

Was man aber wissen sollte: Man ist in den Tropen. Da kann auch mal eine Kakerlake durchs Bad krabbeln, eine Ameisenstraße quer durchs Zimmer ziehen oder ein kleiner Frosch im Waschbecken sitzen. Eine Echse an der Wand gehört eher zum Inventar als zur Überraschung. Wer da empfindlich ist, sollte sich vorher ehrlich fragen, ob das was für ihn ist. Mich hat's nicht gestört – im Gegenteil, der kleine Frosch hatte fast schon Charme.

Ehrlich gesagt: Genau dieser ganze Mix war für mich der Reiz. Wer Luxus will, ist hier falsch. Wer wirklich ankommen will, richtig.

Was ich aus eigener Erfahrung empfehlen kann

Ein paar Dinge, die ich nach der Reise anders packen würde – vielleicht hilfts:

  • Regenhose: Kann zuhause bleiben. Stattdessen lieber einen kleinen Schirm einpacken – der war Gold wert.
  • Blutegel-Socken: Spart euch. Man wird sowieso befallen, trotz Spray. Aber keine Sorge: Eklig ja, gefährlich nein. Krank macht das nicht.
  • Handtuch: Ein kleines, dünnes reicht völlig.
  • Plastiktüten: In verschiedenen Größen mitnehmen – für nasse Sachen, schmutzige Schuhe, alles Mögliche. Wirklich praktisch.
  • Fahrradhandschuhe: Habe ich richtig schätzen gelernt.
  • Klamotten: Ich hatte deutlich zu viel dabei. Weniger ist mehr, gewaschen wird unterwegs. Trocknet alles sehr schnell.
  • Lampe: Stirnlampe reicht, die Taschenlampe kann zuhause bleiben.
  • Strom: Universalstecker mitnehmen und eine Powerbank – gerade für die Baumhütte und das Homestay sehr hilfreich.
  • Sonnenschutz: Lieber Faktor 50, die Sonne ist intensiver, als man denkt.
  • Mückenschutz: Ich war komplett verschont, hatte keinen einzigen Stich. Aber lieber dabeihaben.
  • Haargummies: Iwie hatte ich sie völlig vergessen, aber es gibt ja helfende Mitreisende 

Fazit

Ich bin überwältigt zurückgekommen. Von der Landschaft, von den Tieren und Pflanzen, vor allem von den Menschen. So herzlich. Der Mix aus Sport, Kultur und Natur, die kleine Gruppe, Upendra – für mich war das Frosch in Bestform.

Danke für diese Reise. Wer Lust auf Abenteuer hat und nicht jeden Tag Pool mit Cocktail braucht, dem kann ich Sri Lanka nur ans Herz legen. Meine letzte Fernreise mit Frosch war das ganz sicher nicht.

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