Reisebericht: Sportclub Sarti-Beach
Sommer 2026: Mein dritter Urlaub in Sarti Beach, Chalikidiki, Griechenland. In der Vergangenheit durfte ich bereits zwei Familienurlaube hier genießen. Jetzt, zwei Jahre später, bin ich mit 25 Jahren im kinderfreien Classic-Bereich - recht spontan und mehr als zufrieden damit - als Solo-Travellerin angereist.
Wenngleich ich meine Familie im Leben nie würde missen wollen, habe ich doch bereits in den vorangegangenen Urlauben in Sarti wiederholt schnell Freude daran gefunden, die ereignisreiche Zeit auf eigene Faust zu genießen. Auf ungezwungene Weise fühlt es sich an wie Urlaub mit Menschen, die zu Freunden werden.
Spontan zurück nach Sarti
Den Entschluss, mir eine Auszeit in Sarti zu gönnen, habe ich fünf Tage vor der Abreise gefasst. Die Buchung über das Online-Portal gelang problemlos und flott. Der Preisunterschied zwischen den unterschiedlichen Zimmerkategorien schien mir überschaubar und so gönnte ich mir, sicherlich etwas dekadent und doch so lohnenswert, eine der mir vertrauten Athos Suiten zur Einzelnutzung: das große, gut gepflegte Badezimmer, durchweg gefliest und mit offener begehbarer Dusche, dazu zwei Balkone, derer Durchzugluft für mich das Zubuchen einer Klimaanlage überflüssig machten und einen atemberaubenden Blick auf das Meer und den Sonnenaufgang boten, machten neben der standardmäßig enthaltenen Küchenzeile inklusive Kühlschrank, nicht zu vergessen dem Wäscheständer, auf dem täglich nach REI duftende Sport- sowie Badeklamotten in der Sonne wieder trockneten, für mich die optimale Unterbringung aus. Zwei Sessel sowie ein Schlafsofaboten großzügig Sitz- und Ablagefläche.
Über meine in der Buchung enthaltene frühe Abflugzeit auf der Hinreise sowie die späte Abflugzeit für den Rückweg, die mir eine maximale Aufenthaltsdauer vor Ort ermöglichten, freute ich mich. Fünf Tage waren eine ungewöhnlich kurze Zeit der Vorfreude. Fünf Tage, um im Geiste zu überschlagen, ob ich für meine baldige Reise alles beisammenhabe, meine Ausstattung dank der Tipps aus vorigen Reisen aufzustocken: ein Cooling-Towel für Schultern und Nacken sowie dünne hohe Socken für Wanderungen durch Hitze und Gebüsch machen mit den grippigen und leichten Trail-Running Schuhen, Cappy und einem Rucksack mit Rückenbelüftung und Trinkschlauch zusätzlichen Comfort aus. Eine gut abgerundete Sonnenbrille unterstützt daneben auch bei Biketouren. Die Überlebenstipps zusammengefasst: Hydration, Sonnenschutz und Atmungsaktivität so viel es geht.
Allein angereist, schnell mittendrin
Die Anreise mit Flieger und Shuttle Bus erfolgte ohne Zwischenfälle. Während man bei Betreten des Fliegers schon fast erahnen kann, welche Gäste ebenfalls auf dem Weg zu ihrem Froschreisen-Urlaub sind – häufig ausgestattet mit mindestens einem sportlichen Rucksack und oder wandertauglichem Schuhwerk – trifft man spätestens an der Sammelstelle für den Bustransfer auf die Ersten. Wie von selbst kam ich mit ebenfalls vorfreudig fröhlich wartenden Mitreisenden ins Gespräch und lernte dann auch die mit mir angereiste Hälfte meiner „Urlaubsfamilie“ kennen: aus einer bunten Mischung sich bereits aus vorangegangenen Froschreisen bekannter und neuer Leute bildeten wir in Sarti eine Gruppe von sieben Personen zwischen 21 und 37 Jahren, die fortan zwar nicht unzertrennlich wurde, aber einen Anker im abwechslungsreichen Treiben bieten würde.
Zwischen Mountainbike, Meer und Yoga
Unsere Interessen, unsere Tagesgestaltung mussten nicht und waren nie deckungsgleich, aber jeder Tag für jeden von uns einfach schön: Ob an Land im Rahmen kompetent geführter Wander- und Mountainbiketouren durch die naturbelassenen Weiten, Seite an Seite im Angesicht perlender Schweißtropfen im Workout, wie auf Wolken schwebend nach Entspannungstraining und Yoga, mitten im Spielgeschehen bei Tischtennis, Konifez, Beachvolleyball … oder auf dem Wasser, vor Freude grölend bei „ride&slide“, wo ein Motorboot uns wahlweise auf Sofa oder großer Matte hinter sich her zieht und über die Wellen fliegen lässt, gesellig mit der Segelyacht auf dem Weg zu den schönsten Badespots, zu zweit im Kayak die Grotten sowie die benachbarte Goa Bucht erkundend, einfach mal alleine schwimmend, die Wellen auf dem SUP ausbalancierend, lachend nach dem Ball hechtend beim Wasserbasketball im Pool – in und um Sarti vermag jeder Tag erinnerungswürdig zu werden!
Fast all das habe ich in diesem Urlaub erlebt – einzig das Bootfahren kenne ich nur aus den Vorangegangenen. Das Benennen von Highlights fällt mir auch jetzt noch schwer. Als Einsteiger habe ich auf Sarti das Mountainbiken entdecken und mit Erfahrungen meine Fähigkeiten verbessern dürfen. Während die nicht unerhebliche Hitze und Steigung des einen oder anderen Bewertung beeinträchtigen könnten, zaubert es mir doch stets ein Lächeln ins Gesicht, mich die gewundenen Wege hochzuschlängeln, verschlägt mir der Blick auf das Meer den Atem, sucht sich das Bike den Weg durch Sand, Felsen, Steine wie eine Bergziege, übertrumpfen Spannung und Adrenalin sich selbst bei wohl kontrollierter Abfahrt befreiend.
Jeden Tag neu entscheiden, worauf man Lust hat
Der erste Urlaubstag, der Sonntag, dient dem Kennenlernen und Einordnen von SUP, Bikes, Tauchteam, Yogi, Beachvolleyball-camp. Eine Bike-Einweisung befähigt zu sachgemäßem Umgang, eine sich daran anschließende Probefahrt oder -wanderung gibt neben einer ersten Orientierung in der Umgebung und nahegelegenen Innenstadt Sarti auch die Möglichkeit zur Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und objektiven Anforderungen durch das erstmalige Erklimmen wenngleich asphaltierter doch ansteigender Straßen im geschützten Umfeld der Gruppe.
Eine Vorstellung der unterschiedlichen Touren, ihrem Verlauf und Anspruch, erfolgt im digitalen Wochenplan, über die stets einsehbaren Aushänge und am jeweiligen Vorabend bei der Programmvorstellung durch die Teamer, welche auch individuell zum Gespräch zur Verfügung stehen. Jeder Vormittag bietet Wander- und Bike-Touren in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, jeder Nachmittag aktives Freizeitprogramm. Während eine gesunde Selbsteinschätzung bei zunehmendem Schwierigkeitsgrad der Touren relevanter zur eigenen Sicherheit wird, stehen Spaß (!) und die gegenseitige Unterstützung, Integration und Zusammenhalt stets über Leistungsambition.
Im Zuge morgendlichen Krafttankens und zum abendlichen Ausklang bringen (wirklich gutes) reichhaltiges Buffet, der Besuch der Beachbar auf herzliche Art angenehme Routine in sonst so abwechslungsreiche Tage. Jederzeitiges Ausspannen auf den unvergleichlich bequem gepolsterten Liegen an Pool und nur eine Straßenüberquerung entferntem Strand rundet das breit gefächerte Programm ab.
Das wechselnde Abendprogramm – mein erstes Mal Karaoke, mein wiederholtes Versagen beim vertretungsweise phänomenal unqualifiziert aber mit Herzblut moderierten Kickerturnier – birgt auch nach Sonnenuntergang noch ein wenig spaßige Unterhaltung.
Das Sarti-Gefühl, das immer wieder zurückzieht
Es wäre zu simpel, bereits das Meeresrauschen, die Wellen, die beim ersten morgendlichen Kaffee am noch verlassenen Strand über die Füße rollen oder die besondere Stimmung beim Yoga im Angesicht des Sonnenaufgangs am Strand hervorzuheben, denn es ist das gesamte Zusammenspiel aus Gemeinschaft und Gegend, das besticht.
Ob von langer Hand geplant oder spontan eingetütet: eine Auszeit in Sarti überzeugt stets erneut ganz besonders! Integriert in einer tollen Gemeinschaft, umringt von wunderschönen Kulissen, in der (Luxus-)Qual der Wahl, sich bei breit gefächertem Aktiv- und Entspannungsprogramm auszuleben und kulinarisch bestens versorgt kann man sich nur wohlfühlen!
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