Reisebericht: Sportclub Onu
Les Portes du soleil – die Tore zur Sonne – haben ihrem Namen während unserer Yoga- und Wanderwoche Ende August alle Ehre gemacht. Perfektes Wanderwetter, herrliche Natur und ein routiniertes Team, das für jede Person unserer kleinen, aber diversen Gruppe etwas zu bieten hatte.
Yoga mit Sonnenaufgang: So schön kann ein Tag beginnen
Die Spitze eines Gipfels der Dents du Midi leuchtete feuerrot beim Wake-up-Yoga am ersten Tag. Diesen besonderen Sonnenaufgang konnten wir von der Matte aus durch die Glasfront des Yogaraums gut beobachten. Langsam, aber stetig stieg die Sonne und beleuchtete auch den Rest der Berge. Das alles bei sanften Übungen zu atmosphärischer Musik – schöner kann ein Tag kaum beginnen.
Wandern zwischen Bergpanorama und Gipfelglück
Nach dem reichhaltigen Frühstück haben wir uns für die Einstiegswanderung entschieden – an der sogenannten „Galerie Défago“. Wir starteten mit Champéry als Ort, machten eine Waldwanderung am Fluss mit leichten Steigungen und liefen 600 Meter auf einem in Felsen geschlagenen Weg – benannt nach dem Ideengeber Emmanuel Défago. 14 Kilometer Strecke und dann doch 500 Höhenmeter waren ein wunderbarer Start in die Woche.
Zum zweiten Ausflug „Sur Cou“ wurden wir mit dem Angebot eines besonders köstlichen Käsekuchens gelockt. Tatsächlich hat sich die Wanderung nicht nur deshalb gelohnt. Die immer anderen Ausblicke haben uns zahlreiche kleine Fotopausen einlegen lassen. Und während der leichten Wanderung kamen wir gut mit vielen anderen Gruppenmitgliedern ins Gespräch. Unser Guide hatte auch viel zu berichten: Infos zur Tradition der Kuhglocken und den Einwänden von Tierschützern, zu alternativen Schutzmethoden der Walliser Schafe vor Wölfen oder zur Entsorgung des Biomülls in der Gemeinde.
Bei der Wanderung „Croix de Colet“ schrumpfte die Gruppe – mit den angekündigt hohen Anforderungen – auf vier Teilnehmende. Gut vorbereitet auf das, was uns erwartet, waren wir mit richtigem Schuhwerk ausgerüstet und hatten uns auch mental auf einen anspruchsvollen Anstieg in angepasstem Tempo eingerichtet. Als Belohnung gab es einen traumhaft schönen Ausblick: 360 Grad Täler und Berge. Am schönsten Punkt – mitten auf dem Grat – konnten wir unser Picknick auspacken und ein spektakuläres Wolkenspiel beobachten.
Von der Schweizer Bergwelt bis nach Frankreich
Eher touristisch ging es in Frankreich zu. Einen Tag sind wir mit insgesamt drei Sesselliften nach Frankreich gefahren und waren dort unterwegs. Ziel war zunächst Les Lidarets – ein Bergdorf mit vielen auf der Straße herumlaufenden Ziegen – offenbar eine Attraktion für viele Familien. Für 3 Euro hätten wir Ziegenfutter kaufen können. Große Gasthäuser mit Spielplätzen und Hüpfburgen muten eben ganz anders an als die Schweizer Bergwelt. Immerhin konnten wir einen großen Wasserfall besuchen und auf dem Rückweg die Spitze des Mont Blancs sehen.
Auf uns allein gestellt haben wir noch eine Wanderung zum„Pointe de Ripaille“ gemacht. Dort kreisten jede Menge Vögel, die wir leider bis zuletzt nicht eindeutig identifizieren konnten. Die KI spuckte nach Eingabe eines Fotos als Ergebnis „entweder Steinadler oder Geier“ aus.
Entspannen mit Blick auf die Berge
In der Regel waren wir so gegen 15 Uhr wieder zurück im Haus. Es war also noch jede Menge Zeit für Sauna, Yin-Yoga oder einfach nur ein Sonnenbad auf der Terrasse oder auf dem Balkon. Alles mit Blick auf die spektakuläre Bergwelt, die man vom Onu aus sehen kann. Die Temperaturen waren trotz der Höhe von 1.800 Metern auch im späten August noch sehr angenehm. An zwei Tagen gab es Kuchen oder frisch gebackene Waffeln.
Unsere Zimmer waren blitzblank. Tagsüber haben wir den Blick genossen, nachts konnten wir mit Rollläden den Raum verdunkeln. Bequemes Bett, großer Schrank, viele Haken zum Aufhängen und Trocknen. Verdreckte Sachen (Wanderschuhe und Stöcke) konnten wir über Nacht im Keller stehen lassen.
Die Qualität der Lebensmittel ist in der Schweiz erfahrungsgemäß grundsätzlich gut. Hervorzuheben ist das Käsespecial beim Frühstück. Immer wieder dankbar sind wir für die Möglichkeit, ein Lunchpaket mitnehmen zu können. Im Onu konnte man sogar Wasserflaschen kaufen. Sehr nützlich, denn in der Nachsaison waren viele Hütten nicht geöffnet.
Ein eingespieltes Team für eine rundum gelungene Woche
Das Team war am Ende der Saison wirklich hervorragend eingespielt. Das merkten wir bei allen Aktivitäten – von den Wanderungen bis zur Abendgestaltung mit Musikquiz, Kickerturnier und Abendspaziergang. Herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben: Nathalie, Lena und Christoph – unsere Wanderguides, Markus an der Bar, Koch Joeri, Serviceleitung Christian, Mats und Jan aus dem Service sowie Jan als Hausleitung.
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