Reisebericht: Sportclub Hohenfels


Mountainbiken beim Familienurlaub in Arosa
  • Aussicht auf Arosa
    1/9 - Bilder zeigen
  • Aussicht auf Arosa Berge
    1/9 - Bilder zeigen
  • Blick auf Arosa
    1/9 - Bilder zeigen
  • Badesee Arosa
    1/9 - Bilder zeigen
  • Blick in die Berge
    1/9 - Bilder zeigen
  • Blick in die Berge
    1/9 - Bilder zeigen
  • Fahrrad
    1/9 - Bilder zeigen
  • Bergsee
    1/9 - Bilder zeigen
  • Badesee Arosa
    1/9 - Bilder zeigen

Nachdem ich mit meinem Sohn bereits im vergangenen Jahr für einen Froschfamilienurlaub im Sportclub Hohenfels war, entschieden wir uns 2026 ein weiteres Mal in die Schweiz zu fahren. Der Grund war, dass uns der Sportclub und auch die Bergwelt besonders gut gefallen haben. Zudem hatten wir im Jahr 2025 nicht so tolles Wetter und sind daher kaum zum Mountainbiken gekommen. Das wollten wir jetzt nachholen.

Voller Optimismus, dass das Wetter diesmal gut sein wird, reservierte ich direkt mit der Reisebuchung zwei Bio-Festbikes für unseren Urlaub (pro Person und Woche je 59 Euro) und sollte nicht enttäuscht werden: Das Wetter war diesmal deutlich besser, jeden Tag Sonnenschein und gleichzeitig nicht so drückend heiß wie es teilweise im Juli in Deutschland war. Also optimale äußere Bedingungen für eine Woche Mountainbiken in den Schweizer Bergen.

Gut gerüstet für eine Woche auf dem Bike

Für den Preis von 59 Euro erhält man zudem nicht nur sein festes „eigenes“ Mountainbike, sondern auch eine 1,5 Liter Trinkflasche und einen Schlauchschal (hilft bei Kälte und Hitze), die man beide mit nach Hause nehmen darf. Zusätzlich gibt es leihweise einen Frosch-Fahrradrucksack mit einem Ersatzschlauch, dem notwendigen Werkzeug und einer Luftpumpe. Die Letzteren drei Dinge haben wir glücklicherweise nicht gebraucht. Der Fahrradrucksack war praktisch, da kompakter als mein Reiserucksack.

Wer weiß, dass er im Urlaub viel Rad fahren will, sollte sich in Hohenfels aber auch aus einem weiteren Grund ein Mountainbike reservieren: Der Sportclub war Ende Juli mit rund 85 Gästen gut gebucht, es gibt aber „nur“ 20 Bio-Bikes und 10 E-Bikes. Da kann es also schon mal knapp werden, wenn viele Frösche Rad fahren wollen. Trotz des guten Wetters war das in diesem Jahr zwar nicht der Fall, was mit daran gelegen haben dürfte, dass etliche Gäste ihr eigenes Mountainbike dabei hatten. Ich habe die Festbikebuchung trotzdem nicht bereut: Irgendwie beruhigt es mich, wenn ich mein Fahrrad auf sicher habe.

Trails, Bergseen und jede Menge Höhenmeter

Die Berge rundum Arosa sind für Mountainbike-Touren sehr gut geeignet. Es gibt etliche Trails, die ausschließlich Radfahrern vorbehalten sind. Man muss dort also nicht befürchten, dass hinter einer Kurve plötzlich eine größere Gruppe von Wanderern auftaucht. Zudem hat man die Möglichkeit, die Fahrräder mit den Bergbahnen auf den jeweiligen Gipfel zu transportieren. Wer will, kann also auch nur Downhill fahren. Gleichzeitig gibt es jede Menge Forst- und Feldwege, die auch im Juli nicht überlaufen waren. Zudem bieten die Berge rund um Arosa sehr viele lohnenswerte Ziele, wie idyllisch gelegene Bergseen oder bewirtschaftete Almen mit einem super Ausblick.

Der Untergrund bei den fünf von den Teamern des Froschclubs angebotenen Touren war unterschiedlich. Teilweise fuhr man meist kürzere Zeit auf Asphalt, manchmal auf Forst- oder Feldwegen sowie auf Schotterstraßen. Bei mehreren der Touren ging eine Teilstrecke über einen Downhill-Trail, der für Ungeübte technisch recht anspruchsvoll war. Aber natürlich konnte jeder in seinem eigenen Tempo fahren und es gab auch die Möglichkeit, den Trail auszulassen. Man fuhr dann eine Ausweichstrecke und traf die Gruppe unten am Berg wieder.

Auch konditionell waren einige der Touren durchaus herausfordernd. Der Start war häufig um 10.00 Uhr, dann ging es meistens erst einmal bergauf, teilweise auch für längere Zeit, manchmal auch kurz richtig steil, für manche eine „Schiebestrecke“. Je nach Tour gab es dabei an einem Tag zwischen 400 bis 1.000 Höhenmeter zu bewältigen. An den Anstiegen zog es Gruppe regelmäßig auseinander, aber natürlich wurde oben immer gewartet. Die Rückkehr am Sportclub war meistens zwischen 13-15 Uhr. Geschafft haben die Touren immer alle die beim Start dabei waren.

Dies dürfte aber unter anderem daran gelegen haben, dass man an allen Touren auch mit E-Bike teilnehmen konnte. Wem die jeweilige Tour also zu anstrengend war, um sie alleine mit Muskelkraft zu bewältigen, konnte sich tageweise oder für die gesamte Woche ein E-Bike buchen und damit die Berge hochdüsen. Als überzeugter Bio-Biker fand ich es am Anfang komisch, eine gemeinsame Radtour mit derart „gedopten“ Frösche zu bestreiten. Ich habe mich aber überzeugen lassen, denn nur so kann jeder teilnehmen.

Meine Lieblingstour: hinauf nach Medergen

Für mich war die lange Radtour nach Medergen, einem abgelegenen Bergdorf, die schönste Strecke. Das lag zum einen an den superschönen Ausblicken auf dem Weg dorthin. Aber auch an der Abgeschiedenheit des Dorfes, das noch nicht einmal an das öffentliche Stromnetz abgeschlossen ist, sondern seine Elektrizität ausschließlich aus eigenen Photovoltaikanlagen generiert. Außerdem gibt es dort eine sehr schöne kleine gemütliche Wirtschaft für die vorbeikommenden Wanderer und Radfahrer. Mit rund 1.000 Höhenmetern war die Tour aber auch sehr herausfordernd und dauerte bis 16.00 Uhr.

Mehr Sicherheit dank Mountainbike-Techniktraining

Besonders gut fand ich zudem, dass am Nachmittag des zweiten Urlaubstages ein spezielles Techniktraining für Mountainbiker angeboten wurde. Dort gab es die Möglichkeit, sich unter Anleitung mit dem jeweiligen Fahrrad vertraut zu machen sowie Bremsen, Ausweichen und Anfahren am Berg zu üben. Auch als geübter Mountainbiker konnte ich dort noch etwas dazu lernen. Zudem erhöht es das subjektive Sicherheitsgefühl am Berg, wenn man vorher ein paar brenzlige Situationen trainiert hat.

Vom Bike-Sattel zum Arosa-Dorffest

Das abschließende Highlight des Urlaubes war diesmal das Arosa-Dorffest am Freitag. Es gab auf der abgesperrten Haupteinkaufstraße einen großen Flohmarkt, auf dem man unter anderem gebrauchte Kuhglocken erstehen konnte (als Großstädter hatte ich keinen Bedarf). Zudem gab es jede Menge Getränke- sowie Essenstände mit Schweizer Spezialitäten und auch viele Kinderaktivitäten, wie zum Beispiel eine kleine Kletterwand oder eine große Hüpfburg. Am Abend wurde dann am See im Dorfzentrum noch kostenlose Live-Musik geboten.

Insgesamt hat mir und auch meinem Sohn der Froschfamilienurlaub in Arosa wieder gut gefallen. Das Problem an dem guten Wetter war allerdings, dass mein Sohn gemeinsame Radtouren häufiger verweigerte und lieber mit den anderen Teenagern am Badesee abhängen wollte.

Alle Reiseberichte zum Reiseziel "Sportclub Hohenfels"

Schickt uns eure Urlaubserinnerungen

Wir veröffentlichen eure Reiseberichte auf unserem Frosch Reiseblog. Für eure Mühe belohnen wir euch mit einem Reisegutschein in Höhe von 75,–. Alle Tipps zum Verfassen deines Berichts haben wir hier für euch zusammengefasst.

Mehr erfahren