Reisebericht: Sportclub Hohenfels
Nachtanreise – Zwischen Vorfreude und Nackenkissen
In der Nacht von Freitag, 20.02.2026, auf Samstag begann meine erste Frosch-Skireise. Zustieg war in Essen. Ich hatte einen Basic-Sitzplatz ohne Reservierung gewählt. Einige erfahrene Frösche hatten sich bereits einen Relax-Sessel organisiert – mit weiter nach hinten verstellbarer Lehne und leicht anhebbarer Fußstütze. Richtig liegen kann man zwar auch dort nicht, aber es kommt dem schon deutlich näher.
Nach Essen steuerten wir nur noch Köln als Sammelstopp an. Es gab erste kurze Kennenlerngespräche mit den Sitznachbarn – noch etwas vorsichtig, schließlich kannte ich als Alleinreisende niemanden. Danach wurde es ruhig im Bus und alle versuchten, ein paar Stunden Schlaf zu finden.
Nach den Sammelstellen fuhren wir etwa vier Stunden am Stück, bevor es nachts eine rund 30-minütige Pause an einem Autobahnrastplatz gab. Danach nochmals etwa drei Stunden Fahrt.
Mein klarer Tipp: Decke, Nackenkissen, Schlafmaske und Ohrstöpsel einpacken. Auch wenn ich auf dieser Tour erfreulicherweise kein Schnarchkonzert erlebt habe – vorbereitet zu sein schadet nicht.
Wir kamen außergewöhnlich gut durch und mussten vor Chur noch etwa 1,5 Stunden an einem Rastplatz warten, da wir vor 8 Uhr nicht am Bahnhof stehen durften. Nochmal Beine vertreten, Weiterschlafen oder Wachwerden. Erst am Bahnhof in Chur – wo wir anschließend noch etwa eine weitere Stunde auf den Zug warteten – war Zeit für Kaffee, frische Luft und gegebenenfalls Geld wechseln.
Kurz nach 9 Uhr fuhr unser Zug nach Arosa. Die etwa einstündige Fahrt schlängelt sich eindrucksvoll durch die winterliche Berglandschaft. Ein separates Gepäckabteil gab es nicht, aber für uns waren etwa 1,5 Waggons reserviert – mit etwas Organisation funktionierte das gut.
In Arosa warteten bereits zwei Busse, die uns inklusive Gepäck in wenigen Minuten zum Hotel Hohenfels Arosa brachten. Gegen 10:30 Uhr standen wir schon am Frühstücksbuffet.
Ankommen und direkt auf die Piste
Nach einer kurzen Begrüßung gab es organisatorische Hinweise. Besonders angenehm: Die Skipässe werden direkt vom Hotel ausgestellt. Dadurch ist es sehr unkompliziert, seinen persönlichen Starttag festzulegen und den Skipass einfach an der Rezeption abzuholen.
Eine große Abstimmung, wer direkt fahren geht, gab es nicht – das klärte sich in persönlichen Gesprächen. Für mich war sofort klar: Ich will auf die Piste.
Mit Pistenplan ausgestattet machten wir uns als kleines Grüppchen auf den Weg ins Skigebiet Arosa Lenzerheide. Dank guter Beschreibung fanden wir problemlos hin und standen ab etwa 12 Uhr auf Ski.
Das Wetter zeigte sich am ersten Tag noch eher grau und bewölkt – kein Postkarten-Sonnenschein, aber dennoch ein großartiges Gefühl, nach der Nachtfahrt endlich die ersten Schwünge zu ziehen. Bis etwa 17 Uhr nutzten wir die Zeit.
Die Zimmer waren ab 15 Uhr bezugsfertig. Für meine Bedürfnisse ausreichend groß, auch das Bad.
Die erste Nacht im Bett war deutlich angenehmer als im Bus – wirklich erholsam wäre aber übertrieben. Mein Zimmer lag über der Bar, und dort wurde es abends erst später ruhig.
Am ersten Abend gab es – offenbar ganz typisch für Frosch – Pasta. Genau das Richtige nach einem langen Reisetag.
Halbtagsguiding & erste Dynamik
Nach einer Nacht im Bett (mit etwas Bar-Geräuschkulisse) startete das halbtägige Skiguiding. Drei Leistungsstufen standen zur Auswahl: Panorama, Sporty und Speedy. Die Selbsteinschätzung funktionierte in unserer Gruppe erstaunlich gut.
Ab diesem Tag hatten wir echtes Wetterglück: viel Sonne und beste Bedingungen dank des Neuschnees der Vorwoche. Gerade für diejenigen, die heute ihren ersten Skitag hatten, war das Guiding ein idealer Einstieg.
Am Nachmittag bildeten sich kleinere Gruppen und wir fuhren eigenständig weiter. Danach privater Après-Ski am Haus oder eine ausgiebige Saunarunde.
Abends gab es das erste reguläre 4-Gang-Menü mit Sektempfang und Service am Tisch. Anschließend Musikquizabend mit Disco-Licht an der Bar – der perfekte Einstieg in die geselligen Abende.
Ganztägig unterwegs bis Lenzerheide West
Offizieller Start des Guidings war um 9:30 Uhr, einige waren schon vorher zum Warmfahren unterwegs. Die Gruppen konnten bei Bedarf neu sortiert werden – Panorama, Sporty, Speedy.
Mit teilweise neu gemischter Speedy-Gruppe ging es rüber nach Lenzerheide West. Neue Hänge, breite Pisten, viel Sonne.
Zur frühen Mittagspause saßen wir auf einer sonnigen Terrasse. Einige wechselten danach nochmals die Gruppe. Am Nachmittag genossen wir hier auf der Seite noch einige Pisten, dann pendelten wir zurück Richtung Arosa.
In der letzten Stunde nach 16 Uhr teilte sich unsere Gruppe:
Apres-Ski-Gänger, Weiterfahrer und Abfahrer. Ich gehörte klar zu den Weiterfahrern – bis zum letzten Lift und in den Sonnenuntergang hinein.
Abends wartete das groß beworbene Racletteessen. Der Duft von Schweizer Käse erfüllte den ganzen Essensraum. Später noch ein kleiner Verdauungsspaziergang durch Arosa – wer wollte, mit Schnäpschen-Stopp.
Nebel, Schneeregen & Regeneration
Kein Guiding. Das Wetter war durchwachsen – Nebel und Schneeregen-Mix. Einige starteten später und gingen früher zum Après-Ski, andere fuhren unbeirrt weiter.
Nach drei intensiven Skitagen passte das ungemütlichere Wetter eigentlich ganz gut. Für viele war die Sauna am frühen Nachmittag die beste Wahl.
Abends wieder 4-Gang-Menü und anschließend Cocktail-Specials an der Bar.
Sonne, Lenzerheide Ost & Kickerturnier
Wieder ein traumhafter Sonnentag. Vormittags Skiguiding, Sonne genießen auf der Terrasse in Lenzerheide Ost, nachmittags eigenständig unterwegs.
Abends erneut 4-Gang-Menü, auch Allergien wurden die ganze Woche über berücksichtigt. Danach Kickerturnier – die Bar bebte.
Eigenständig unterwegs & Hüttenabend
Ein weiterer sonniger Tag, diesmal komplett in eigenen Gruppen unterwegs. Nach einem langen, genussvollen Skitag spazierten wir abends gemeinsam zu einer Hütte. Käsefondue oder Burger-Alternative, klarer Sternenhimmel, verschneite Wege.
Zurück im Hotel ging es noch an die Bar.
Letztes Guiding, Pistenpicknick & Diashow
Noch einmal halbtags Skiguiding inklusive Pistenpicknick. Danach wieder freie Grüppchenbildung: fahren, Sonne genießen oder Après-Ski.
Am Abend Diashow mit den gemeinsam gesammelten Bildern der Woche. Leider waren einige inzwischen grippal angeschlagen, sodass der Abschlussabend an der Bar und am Kicker deutlich ruhiger ausfiel. Einige verabschiedeten sich aufgrund individuell organisierter An- oder Abreise auch früher.
Achter Skitag & Rückreise
Wir gönnten uns noch einen achten Skitag. Morgens clever gepackt, Zimmer für die nächste Gruppe geräumt, nach dem Frühstück nochmal auf die Piste.
Gegen 14 Uhr zurück, im Saunabereich geduscht, Abschlusssuppe – und um 16:15 Uhr brachte uns der Bus zum Bahnhof.
Im Zug nach Chur war die Stimmung eine ganz andere als bei der Hinfahrt: erfüllt, zufrieden, viele neue Bekanntschaften.
In Chur trennten sich die Nord- und NRW-Route. Unser NRW-Bus stand direkt bereit. Gute Nachrichten: Die Verkehrslage sah hervorragend aus. Hinter Stuttgart ein kurzer Rastplatzstopp mit Fahrerwechsel, danach zügig weiter bis Köln und die weiteren Stationen.
Praktische Tipps
- Relax-Sessel lohnt sich.
- Decke, Nackenkissen, Schlafmaske und Ohrstöpsel nicht vergessen.
- Halbes Doppelzimmer: auf unterschiedliche Temperaturwahrnehmung und mögliche Schnarchgeräusche vorbereitet sein.
- Mobilfunktarif auf schweizer Konditionen checken, ggf. eSIM vorher organisieren.
- Après-Ski Tipp: die Kuh Bar an der Piste; zurück zum Hotel kommt man auf Ski bis 16:45 Uhr (wegen der Liftzeiten) danach auch noch mit Abfahren und zwei Stationen Busfahrt.
- Wunderschöne Postkarten gibt es unterhalb des Tschuggen-Ost-Lifts – passende Schweizer Briefmarken für den Versand nach Deutschland sind erhältlich & der Briefkasten ist nur wenige Meter vom Hotel entfernt.
Mein persönliches Fazit
Mein erstes Mal Skiurlaub mit Frosch – allein angereist, niemanden gekannt.
Mein Highlight war nicht nur das Wetter (abgesehen vom ersten grauen Tag fast ausschließlich Sonne und wir hatten viel Neuschnee), sondern wie schnell sich aus der großen Gruppe kleine, vertraute Grüppchen gebildet haben – zum Skifahren, an der Bar oder beim Jenga nach dem Abendessen.
Die Altersstruktur war im Durchschnitt höher, ich war deutlich jünger als viele Mitreisende. Für mich tat das der Stimmung nur wenig Abbruch.
Die Woche in Arosa war sportlich, sonnig und voller schöner Begegnungen – und genau deshalb in bester Erinnerung.
Schickt uns eure Urlaubserinnerungen
Wir veröffentlichen eure Reiseberichte auf unserem Frosch Reiseblog. Für eure Mühe belohnen wir euch mit einem Reisegutschein in Höhe von 75,–. Alle Tipps zum Verfassen deines Berichts haben wir hier für euch zusammengefasst.