Reisen & Entdecken


L'Eroica – das Retro-Radrennen durch die Toskana
  • Die L'Eroica
    Heldenhaft – das beschreibt das legendäre Radrennen L'Eroica ziemlich treffend.
    1/4 - Bilder zeigen
  • Rauf und runter geht es für die Teilnehmer in der Toskana
    Immer wieder rauf und runter geht es für die Teilnehmer in der Toskana (c) Paolo Martelli http://www.paolomartelli.com/
    1/4 - Bilder zeigen
  • Übersicht der L'Eroica Strecke
    Die unterschiedlichen Strecken des legendären Radrennens | Quelle: http://www.eroicagaiole.com/routes
    1/4 - Bilder zeigen
  • Geschafft! So könnt Ihr Euch auch fühlen - auf unserer E-Bikereise in der Toskana
    Geschafft! So könnt Ihr Euch auch fühlen - auf unserer E-Bikereise in der Toskana
    1/4 - Bilder zeigen

„Eroica“ bedeutet auf Italienisch „heldenhaft“ – und das beschreibt das legendäre Radrennen L'Eroica ziemlich treffend.In Trikots aus Wolle und Baumwollkappen fahren die Teilnehmer die toskanischen Hügel mit Retro-Rennrädern und Vintagebikes rauf und runter und versprühen dabei den Charme vergangener Zeiten. Nur wenig weiß man als Zuschauer von den tatsächlichen Strapazen, welche man auf der Strecke mit solchen Rädern durchmachen muss. Wer einmal die Eroica bezwungen hat, dem steht im Ziel der Stolz und das Glück ins Gesicht geschrieben.

Nostalgie auf italienisch

Sanfte Hügel und Zypressen entlang malerischer Wege gehören zur Toskana genauso wie die strade bianche, die weißen Straßen. Die charakteristischen Schotterstraßen wurden in der Vergangenheit nach und nach asphaltiert – jedoch wollte  Giancarlo Brocci das nicht so einfach hinnehmen. Um die letzten dieser Schotterstraßen zu schützen und das inspirierende Lebensgefühl vergangener Zeiten zu erhalten, rief er 1997 das erste Mal zum Radrennen L'Eroica auf.

Und das mit Erfolg! So lockt die inzwischen berühmteste historische Radveranstaltung der Welt seit nun über 20 Jahren alljährlich Fahrradbegeisterte aus aller Welt Anfang Oktober in das kleine Bergdorf Gaiole im malerischen Weinbaugebiet Chianti.

Auch wenn man es sich fast denken kann: Bei diesem Radrennen geht es weniger um den sportlichen Ehrgeiz als um den Zusammenhalt auf der Strecke. Und der ist immens wichtig, denn die Strecke ist kein Zuckerschlecken: Eine gute Kondition und ein hohes Durchhaltevermögen sind daher unentbehrlich.

Zusätzlich zum Rennen können sich Zuschauer und Besucher auch über einen Flohmarkt freuen. Hier kann man um alles feilschen, was das Radlerherz höherschlagen lässt: Original-Zubehör, Vintage-Radlerbekleidung, alte Fahrradzeitungen und natürlich historische Fahrräder.

Die Eroica in Zahlen & Fakten

Die Teilnehmerzahl steigt dabei jährlich! Fuhren beim ersten Rennen in den 90ern nur 93 Radfahrer mit, waren es 2017 über 7.200 Teilnehmer. Zum Rennen zugelassen sind nur historische Rennräder aus Stahl mit einem Herstellungsjahr von vor 1987. Außerdem verboten: Moderne Bike- oder Funktionsbekleidung und technische Hilfsmittel. Denn schließlich soll es stilecht durch die italienische Berglandschaft gehen. Die Fahrer tragen daher Woll-Trikots, Lederschuhe und Kappen aus Baumwolle (auch wenn Fahrradhelme zur Sicherheit natürlich erlaubt sind!).

Natürlich gibt es nicht nur Regeln zu den Bikes und der Bekleidung. Die wichtigsten Reglements der Rennleitung sind:

  • Für die vier längsten Strecken ist ein medizinischer Nachweis für das „kompetitive Radfahren“ notwendig, für die kürzeste reicht eine allgemeine Bescheinigung.
  • Teilnehmer müssen 15 Jahre oder älter sein.
  • Die Mitgliedschaft im Radsportverband U.C.I. ist für internationale Teilnehmer zwingend.
  • Teilnehmer müssen ein Reparaturkit für unterwegs mitführen.
  • Rennräder sollten über außen liegende Züge und Schalthebel, die am Unterrohr angebracht sind, verfügen.

Der angegliederte Concours d’Élégance bewertet und prämiert zusätzlich die beeindruckendsten Fahrräder, die an der Fahrt teilnehmen.

Heldenhafte Radrennfahrer beim Nostalgierennen

Die Strecke hat es in sich. Auf zum Großteil schwer befahrbaren Schotterstraßen mit bis zu 18-prozentiger Steigung führt sie durch die Toskana. Bei der längsten Strecke sind 3.251 Höhenmeter zu bewältigen!

Und das Rennen ist wirklich nicht ungefährlich - das liegt nicht zuletzt an den sehr steilen Gefällen, bei denen die Bremsen der alten Räder schon mal an ihre Grenzen stoßen. Ebenso stehen auch Reifenpannen an der Tagesordnung. Hinzukommt auch noch gelegentlicher Gegenverkehr, da nicht die gesamte Strecke für den öffentlichen Verkehr gesperrt ist.

Auch an den Zwischenstationen gibt es nicht den üblichen Standard: Rotwein statt Energydrinks - und dazu natürlich toskanische Spezialitäten.

Qarum wir Euch von der Eroica erzählen? Heute ist die gesamte L’Eroica-Strecke ausgeschildert und ganzjährig befahrbar. In 2018 ist unsere E-Biketrekkingreise durch die Toskana gestartet. Hier zeigen wir Euch, wie sportlich Trekking mit dem E-Mountainbike wirklich sein kann. Wir fahren entlang der legendären Radrennstrecke nach Volterra, San Gimignano, Montalcino und Siena und wohnen in ausgewählten Landhotels. Mit Vintage-Rennrädern hat die Strecke tatsächlich etwas Heroisches, mit E-Bikes ist sie ein einziger Genuss.

Wenn Ihr neugierig geworden seid, findet Ihr hier noch mehr Infos zu unserer Reise