Saanenwald Lodge - ein Haus mit Hüttencharakter
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Eine Anreise ohne Nachtbus ist möglich und sinnvoll.

Da ich in Süddeutschland wohne, kann ich mindestens zweimal im Jahr Ski fahren, gelegentlich auch für wenige Tage. Hier zeigte sich Frosch flexibel und machte eine Buchung meines Aufenthaltes mit vier Übernachtungen möglich. Ein Kurzurlaub, den Frosch im Gegensatz zu seinen anderen Sportclubs offiziell so nicht im Angebot hat, der aber dennoch buchbar ist.

Da ich montags mit dem Zug nach Gstaad-Saanenmöser im Berner Oberland angereist bin, war zuvor meine erste Frage: Wie komme ich hoch zur Lodge in Saanenwald auf 1.417 m? Weder die Tourist-Info von Gstaad noch das Headquarter in Münster konnte mir die richtige Antwort geben. Doch jedes Problem hat eine Lösung. 

Der hilfsbereite „Clubchef“ Christian bot sich freundlicherweise an, mich mit dem lodgeeigenen Geländewagen kostenlos am Bahnhof Gstaad-Saanenmöser abzuholen. Die Alternative wäre mit Gepäck die Straße 160 m hoch zu laufen oder für die kurze Strecke ein Taxi zu bestellen. Das Hotel liegt in Höhe der Mittelstation des Hornbergliftes zum Saanerslochgrad, letzte Bergfahrt 16:30 Uhr - ohne Verhandlungsbasis mit dem Liftpersonal, das muss man wissen.

Die Lodge

Neben der Piste gelegen hat die Lodge die ruhige Lage einer Hütte oberhalb des Ortsteils Gstaad-Saanenmöser. Das Hotel im Vintagestil hat kleine Doppelzimmer und die Annehmlichkeiten einer Bar, einer Terrasse, einer Sauna inkl. Dampfbad und Infrarotkabine. 

Zudem gibt es ein Kaminzimmer, einen Billardtisch, einen Skikeller mit abschließbaren Spinden und natürlich einen Kickertisch. Für die wenigen therapieresistenten Raucher unter den Gästen existieren dicke Leih-Mäntel für den Außenbereich. In der Saanenwald-Lodge gibt es keinen Aufzug, was aber wirklich nur am Anreisetag fehlte. Es ist eben ein Haus mit Hüttencharakter. Ich hatte ein Zimmer mit Blick auf die die verschneite Bergseite.

Das Abendessen in Form eines Vier-Gang-Menüs (Salat, Suppe, Hauptgang, Dessert) wurde am Tisch serviert und war gut sowie reichlich. Wer hier nicht satt wird, ist zu faul zum Essen. Das gilt auch für das Frühstück und dem wöchentlich stattfindenden Raclette-Essen - beide in Buffetform. Das Koch-Team bekam am letzten Abend seinen verdienten Applaus.

Das Skifahren

Das Skiguiding über vier Tage in einer Woche verlief auch für langsamere Skifahrer rücksichtsvoll. 

Das Gstaader Skigebiet umfasst 210 km, davon sind 183 km blaue (leichte) bis rote (mittlere) Pisten. Über die Hälfte kann mit Skikanonen beschneit werden. Das Skigebiet besteht aus sechs Teilgebieten mit Höhen von 948 - 3.000 m. 

Unsere Lodge liegt im größten Sektor namens Saanenmöser-Zweisimmen-Schönried. Die schönste Hütte hier ist die Horneggli-Hütte, die man auch gerne vor der letzten Abfahrt zurück zur Lodge aufsuchen kann. Wir Frösche haben die Pisten in dieser Woche als wenig befahren und die Lifte ohne Wartezeiten erlebt.

Im benachbarten Skigebiet lohnt sich die rot-blaue 10-km-Abfahrt von La Videmanette nach Rougemont über 1.200 Hm. Die Anfahrt gestaltet sich mit der Eisenbahn, anschließend startet drei Minuten später am Bahnhof Rougemont ein Skibus zur Talstation.

Die Anreise zum „Höhepunkt“ des Gstaader Skigebiet, dem Glacier 3000, verläuft per Bahn und Bus. Es ist mit 1½ Stunden Fahrzeit bis zum Col du Pillon rechnen. Man lässt sich daher besser fahren. Zudem war im Monat Januar keine Talabfahrt möglich. Die schwarze Abfahrt vom Scex Rouge von 2.971 m zur Oldenalp auf 1.834 m sind wir dafür dreimal gefahren.

Eindrucksvoll fanden wir den Skywalk zwischen zwei Dreitausendern mit einem spektakulären Ausblick zum Matterhorn, Mont Blanc und Schweizer Jura bei bestem Sonnenwetter. Bei der Rückwegsplanung sollte man die Schlusszeit des Hornbergliftes um 16:30 Uhr bedenken (s.o.), sonst gilt es in voller Skimontur den Anstieg zur Lodge zu bewältigen (ca. 20 Minuten). Ich weiß, wovon ich schreibe…

Das Programm

Ob man für die Besichtigung des autofreien Nobel-Ortes Gstaad einen halben Skitag opfert, mag jeder für sich entscheiden. Immerhin war es zeitweise der Wohnort von Yehudi Menuhin, Gunter Sachs oder - noch immer - Roman Polanski. Jedem das Seine…

Die Frosch-Abendanimation bestand u. a. aus einem DVD-Kinoabend, einer Fackelwanderung unter sternenklarem Nachthimmel (lange nicht mehr gesehen) inkl. kostenfreien Schnapsproben, einem Spieleabend, und dem gewohnten Frosch-Kickerturnier.

Die Saanewald Lodge mit Frosch - immer wieder gerne.

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