Gstaad, Saanewald Lodge 14. - 23.02.2020
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Die Anreise

Mit einer kleinen Verspätung ging es los ab Essen. Zwischen 20:30 und 21 Uhr trafen jede Menge Skibusse und Flixbusse auf der Rückseite des Hauptbahnhofs ein – nur der nach Saanenmöser nicht. Der kam dann mit ca. 15 Minuten Verspätung – kein Problem angesichts der Tatsache, dass anscheinend noch eine neue Lichtmaschine hatte eingebaut werden müssen.

Der Bus wurde nicht ganz voll, nur die (vielen) Relax-Sessel waren ausverkauft. Aber auch auf den normalen Sitzen genoss man relativ viel Beinfreiheit.

Um kurz nach 8 Uhr morgens kamen wir schon in Saanenmöser auf dem großen Parkplatz an und wurden von Hausleiter Christian begrüßt. Jetzt hieß es entweder zu Fuß ça. 20 Minuten einen steilen verschneiten Wanderweg hochzupilgern – tat eigentlich ganz gut nach der langen Busfahrt und das Wetter war auch schön – oder auf die erste Gondel warten, die gegen 8:45 fahren sollte. Soll nach Berichten von mit Auto oder Zug angereisten aber erst nach 9 Uhr gefahren sein… Das Gepäck wurde zum Glück transportiert, aber auch so war es relativ anstrengend, da es teilweise sehr steil bergauf ging. Wohl dem, der warme Klamotten und vor allem rutschfeste Stiefel anhatte.

Der Sportclub

Die wie angegeben stylische Einrichtung im Retrolook bzw. original Retro war ganz originell, aber es gab auch praktische Einrichtungen wie z. B. im Skischuhraum abschließbare Spinde – hatten wir bis jetzt noch nirgendwo.

Dass unser „kleines Doppelzimmer“ seinem Namen alle Ehre machte, fanden wir nicht weiter tragisch, da es sehr funktional eingerichtet war und man es ja sowieso nur zum Schlafen benutzt. Dafür störte uns aber das integrierte Badezimmer in der oben offenen Glaskabine – weder licht- noch geruchs- oder geräuschmäßig ausreichend abgeschirmt. 

Praktisch: Föhne konnten in ausreichender Anzahl kostenlos geliehen werden, auch Adapter für Schuko-Stecker.

Einen Fernseher gab es zwar in jedem Zimmer, aber kein Fernsehen! Anscheinend wollte der Besitzer nach der dvb-t-Abschaltung in der Schweiz die Umrüstung nicht mitmachen. Dann könnte man diesen gerahmten schwarzen Bildschirm an der Wand vielleicht wenigstens etwas ansprechender dekorieren.

Dafür standen uns aber neben dem Restaurant verschiedene gemütliche Aufenthaltsräume, eine Sauna (finnisch + Dampf) und 2 Sonnenterrassen zur Verfügung.

Außerdem fanden die üblichen abendlichen Vergnügungen wie Fackelwanderung, Bingo Spezial, Kickerturnier, Filmabend, Musikquiz usw. statt.

Das Programm

Wir haben eine sehr schöne Woche mit einer netten Gruppe verlebt.

Die Guides/Teamer waren immer gut gelaunt und freundlich und hatten trotz ihres teilweise sehr jugendlichen Alters ein sympathisches und souveränes Auftreten: großes Kompliment an Andy, Dominik und Marvin! Aber auch die anderen Teammitglieder wirkten alle sehr sympathisch und hilfsbereit.

Es gab 2 ganztägige und 2 halbtägige Guidings (gleich 3 in unserem Haus-Skigebiet und 1 nach Rougemont), zu unserer Überraschung und Enttäuschung aber keine in das 3. Skigebiet, den Gletscher von Les Diablerets. Begründung: der Skipass der Guides reichte nicht soweit. Wenn uns nur dieser Skipass für die 3 Gebiete angeboten wird, finde ich das nicht ok.

Vor den Guidings gab es immer ein nettes kleines Aufwärmprogramm, haben wir in den letzten Jahren längst nicht immer erlebt.

Hervorzuheben ist die ideale Lage der Lodge etwas unterhalb der Mittelstation der Gondel: toll, wenn man die Ski bei guter Schneelage direkt vorm Skikeller an- und abschnallen kann! Aber auch sonst sind es nur einige Meter bis zur Piste.

Von den über 40 Gästen haben sich meines Wissens nur 4 auf die etwas umständliche Reise zum Gletscher gemacht, davon 2 mit dem Auto. Und eine wäre am letzten Tag kaum noch rechtzeitig zurückgekommen, weil sie sich auf der Rückfahrt irgendwie mit dem Bus vertan hatte. 

Ich kann den Ausflug auf jeden Fall empfehlen, auch wenn die Fahrt mit Zug, Bus und Gondel etwas aufwändig ist und es ca. 1,5 Stunden dauert, bis man schließlich auf 3.000 m Höhe ankommt. Dafür wird man aber bei gutem Wetter mit einem fantastischen Panorama und herrlichen, relativ leeren Pisten mit Pulverschnee belohnt.

Ich rate auf jeden Fall den Zug vor 9 Uhr nach Gstaad zu nehmen, um 9:07 Uhr mit dem Postauto 180 weiter Richtung Les Diablerets zu fahren. Da das WLAN wieder mal nicht vernünftig funktionierte – soll mittlerweile behoben sein, kein Verschulden von Frosch, aber dennoch sehr ärgerlich - konnte ich die Busfahrzeiten nicht genau erkunden: eigentlich immer um ..:47, nur um 09:47 nicht, so dass ich mit dem Zug um 09:20 1 Stunde in Gstaad warten musste. 

Die Pelzmanteldichte ist dort etwas höher als in Saanenmöser, verschiedene Busfahrer haben mir empfohlen, mit ihnen nach Schönried (da waren wir schon) zu fahren, wo es guten Kaffee gäbe und auch, mich bei der Direktion zu beschweren, weil sich wohl schon einige über den schlechten Anschluss beklagt hatten. 

So musste ich auf dem Gletscher immer etwas mehr auf die Uhr gucken als mir lieb war, denn man muss schon den Bus um 14:41 nach Gstaad nehmen, wenn man noch die letzte Gondel um 16:30 zur Lodge erwischen will – sonst heißt es mit Skischuhen und Ski den steilen Berg oder einen wesentlich weiteren Weg hochzustapfen – nein danke!

Das Essen war gewohnt gut und abwechslungsreich: viel Auswahl zum Frühstück und ein 4-Gang-Menü zum Abendessen, am letzten Abend ein Candlelight-Dinner. Nur die relativ hohen Getränkepreise an der Bar fanden wir wie viele andere nicht so gut, sie lagen teilweise nur knapp unter Skihüttenniveau. Zum Glück gab es jeden Tag 1 günstiges „Special“.

Auch über das Wetter können wir uns in diesem schneearmen Winter nicht wirklich beklagen. Wir hatten sowohl Sonne als auch bedeckten Himmeln, an 2 Tagen etwas sehr willkommenen Neuschnee bei noch ausreichender Sicht und zum Glück keine orkanartigen Stürme wie die Gruppe vor uns.

Für den Abfahrtag hatten wir keinen Skipass mehr, sondern haben eine Winterwanderung gemacht. Man kann auch Schlitten und Schneeschuhe ausleihen. Anschließend konnten wir dann noch einige Stunden auf der großen Sonnenterrasse relaxen und haben uns angesichts der Wärme gefragt, ob wir im Winter- oder im Sommerurlaub sind.

Sonntagmorgen kurz nach 3 Uhr kamen wir gut wieder in Essen an und wären angesichts des stürmischen und regnerischen Wetters am liebsten direkt wieder umgekehrt in die Sonne.

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