Reiseberichte


Bergisches Land – Wechsel zwischen Winter & Frühlingssonne Tagestour am 31. März 2019
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Wieder einmal ein neues Fleckchen kennenlernen – dafür sind die „Frosch Regionalen“ genau richtig. Heute ist also meine nächste Tagestour, dieses Mal bei Wuppertal & Remscheid. 

Zuerst dachte man ja, der „späte“ Treffpunkt um 11:30 Uhr ist ein wenig unglücklich – aber nein, die letzte Nacht wurde ja die Zeit umgestellt und daher ist es auch gefühlt erst 10:30 Uhr :) Leider jedoch beginnt der Tag grau und der Hochnebel ist hartnäckig – gestern hatten wir einen traumhaften Frühlingstag.

Egal – wir Wanderfrösche lassen uns ja nicht abschrecken

Pünktlich um 11:30 Uhr sind dann (fast) alle versammelt. Sabine, die heutige „Wanderguidin“, vermisst jedoch eine Person und telefoniert noch, aber wir bleiben 16. 

Mit ein paar Minuten Verzögerung und einer kurzen Information zum Ablauf der Wanderung stiefeln wir dann auch schon los vom Treffpunkt in Holthausen. Der Startpunkt ist auch gleichzeitig wieder der Zielpunkt - und hier wird auch eine Einkehr im Anschluss an die Wanderung angeboten. 

Wir klinken uns von vornherein aus, aber der Großteil der Wandergruppe wird das Angebot annehmen.

Nur kurz über eine Straße geht es auch schon in den Wald hinein. Kleine grüne Knospen sind an einigen Bäumen schon zu sehen, aber ein paar Tage wird es wohl noch dauern, ehe es endlich wieder überall grün ist. Es geht gleich einen Weg recht steil hinab und immer wieder hier und da um eine Wegbiegung herum. 

Einfach nachzulaufen ist der Weg sicher nicht, dazu gibt es zu viele kleine Abzweigungen, die man nicht verfehlen darf. Daher auch die anfängliche Information von Sabine, dass sie mittig in der Gruppe läuft, um aufzupassen, dass hinten keiner verloren geht. Vorlaufen sollte bitte keiner – und das klappt die gesamte Tour auch super. 

An jeder Weggabelung bleiben die „Schnelleren“ der Gruppe stehen und die Gruppe zieht sich auch so wieder zusammen.

Schon bald treffen wir auf die Ronsdorfer Talsperre, die idyllisch mitten im Wald gelegen ist

Über die kleine Staumauer gelangen wir auf die andere Seite und es geht wieder ein wenig bergauf. Die Gruppe mischt sich immer mal wieder, ein paar bekannte Gesichter sind auch dabei. 

Oft geht es natürlich auch um Froschreisen und Erfahrungsaustausch – aber jetzt gerade ist es natürlich auch so, dass viele noch dabei sind, den Jahresurlaub zu planen und vielleicht noch das eine oder andere Ziel suchen. Da helfen dann Erfahrungswerte von anderen ein wenig, die Entscheidung zu finden. :)

Der nächste kleine Ort ist Heidt – der letzte Ort, der zu Wuppertal gehört bei dieser Tour. 

Auffällig sind die vielen Häuser mit schwarzen Schieferplatten und grünen Fensterläden. Diese Konstellation werden wir heute noch öfter in den kleinen folgenden Ortschaften antreffen. Sieht sehr idyllisch aus. Aus dem Ort raus treffen wir auf eine kleine Pferdeweide, ein Irish Tinker kommt neugierig an den Zaun und lässt sich auch streicheln. 

Vorbei an der Pferdekoppel geht es weiter in den nächsten Wald, es wechseln sich Laubbäume und Tannen ab. Ein paar einzelne Tropfen Regen fallen, aber dabei bleibt es glücklicherweise. :)

Nun passieren wir einen Begräbniswald, durch den viele kleine Wege führen

Wir bleiben kurz stehen und Sabine erklärt uns den Hintergrund dieses Waldes - mir ist das System besser bekannt als „Friedwald“ oder „Ruheforst“. Dann geht es auch schon weiter und mir kommt der Gedanke, dass der Begriff „Bergisches Land“ sehr passend ist – es geht in stetigem Wechsel rauf und wieder runter, nie besonders steil, aber doch stetig. 

Zwischendurch machen wir eine kurze Trinkpause, wer mag, isst auch im Stehen etwas, bevor wir einige Zeit später mit einem zwischenzeitlich etwas besserem Ausblick eine Rast einlegen. Sabine verteilt selbst gebackene Kekse und jeder holt sein mitgebrachtes Picknick heraus. 

Die einzige Bank, die als Sitzmöglichkeit dient, ist hier eher Rucksackablagefläche, aber zum wirklich gemütlichen Verweilen ist es zu frisch. Aber der Ausblick auf Remscheid ist schön – zumal es ein wenig heller geworden ist.

Neu durchgemischt durch den Zwischenstopp machen wir uns wieder auf den Weg. Ein stetiger Wechsel zwischen Pferdekoppeln, Feldwegen und kleinen bis mittelbreiten Waldwegen macht die Tour sehr abwechslungsreich. Die Ortschaften, die wir durchwandern, sind sehr beschaulich und ruhig. 

Insbesondere die Orte Grund und Westen wirken verschlafen – sie sind so klein, dass sie nicht einmal mehrere Straßennamen, sondern lediglich an den einzelnen Straßen den Ortsnamen mit den verschiedenen Hausnummern haben. Die dunklen Häuser mit den grünen Fensterläden sind stets präsent.

Hinter dem kleinen Örtchen Westen muss man eher an Skiurlaub denken. :) Nein – Schnee liegt hier keiner - aber wir passieren den „Saalbach“ (einen der kleinen Flüsschen) und die „Zillertaler Straße“. Glücklicherweise ist es aber nicht so kalt, dass man sich auch wie im Skiurlaub fühlt! Mit ein wenig Fantasie sieht man zwischenzeitlich sogar schon ein wenig blauen Himmel durch die dünner werdende Wolkenschicht!

Immer wieder passieren wir auch die eine oder andere kleine Brücke über verschiedene Bachläufe, auch das ist eine schöne Abwechslung und sieht dazu ja auch sehr schön aus. Auf den Abschnitten über die Felder, die sich zum Teil auf kleinen Anhöhen befinden, hat man immer gute Aussichten auf Remscheid und die kleineren Orte dieser Gegend. 

Eine kleine Pause legen wir noch ein, in der ein paar „Frösche“ verteilt werden - jetzt meine ich aber die Weingummivariante in grün. :)

Am Ende der Tour hat die Sonne die Wolken vertrieben 

Und der blaue Himmel hat die Oberhand gewonnen. Naja… immerhin hat es nicht geregnet, die paar einzelnen Tropfen zähle ich mal nicht als Regen! 16 Kilometer durch das Bergische Land – eine schöne Tour, die nicht langweilig wird!

Für diejenigen, die noch Lust und Zeit haben, gibt es nun die verdiente Stärkung im Restaurant „Alt & Neu“, alle anderen, wie auch wir, verabschieden sich von der Gruppe! Schön war's!

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