Frosch China & Tibet Aktivreise im Oktober 2018
  • 1/2 - Bilder zeigen
  • 1/2 - Bilder zeigen

Wir sind am Montagmorgen Mitte Oktober 2018 in Chengdu angekommen. Es waren wenige Europäer in dem sonst vollbesetzten Flugzeug, so dass ich diverse Gruppenteilnehmer schon auf dem Weg vor der Immigration getroffen habe. Auf dem Weg wurden wir von einem Hologramm begrüßt, eine neue Erfahrung. Bei den Formularen gab es erste Unklarheiten, die aber später zu keinen Problemen führten.

Chengdu

In Chengdu war das Wetter schwülwarm. Unsere chinesische Reiseleiterin begrüßte uns unter dem Namen Eva und war sofort motiviert, uns am Ankunftstag Chengdu vorzustellen. Wir (19 Teilnehmer) sind in einen kleinen Bus eingestiegen und direkt in die Stadt gefahren. Chengdu ist eine vergleichsweise kleine chinesische Stadt und sehr grün. Wir haben einen daoistischen Tempel besichtigt und haben uns langsam eingewöhnt. Eva hat Deutsch studiert und hat uns sehr viele Informationen gegeben. 

Danach ging es in eine touristische Straße, in der wir Gelegenheit zum Essen hatten. Zudem war dort eine Bank, um Geld zu ziehen. Zwar konnten wir Bargeld bei Eva eintauschen, ich wollte jedoch Bargeld einsparen, für Notfälle. Es hat sich herausgestellt, dass Geldabheben mit Kreditkarten nur an wenigen Automaten funktioniert. Ich musste sogar die Bank wechseln. Hingegen war es meiner – wie sich später herausstellte – Zimmernachbarin mit einer EC-Karte einfach möglich, Geld abzuheben. In der Straße musste ich feststellen, dass praktisch niemand dort Englisch spricht und das Essen von außen sehr ungewohnt aussieht und sich nicht zuordnen lässt, ob es vegetarisch ist oder nicht. Wir waren erst einmal im Starbucks, wohl in der Vorahnung, dass es weder in Chengdu noch in Tibet einfach möglich war, Kaffee zu trinken. 

Wir sind daraufhin in unser Hotel gefahren und erhielten die Zimmerkarten. Das Tibet-Hotel ist sehr schick, mit toller Ausstattung. Das erste Abendessen, der traditionelle Feuer-Topf, fand auf einer Terrasse eines Lokals statt. Das heißt, es handelte sich um zwei Varianten für uns Europäer: Nicht scharf und mittel-scharf. Im mittel-scharfen Topf war Öl und zu etwa 1/3 Chilischoten. Das Essen war sehr lecker und wir haben schon am ersten Abend festgestellt, dass wir häufig die Attraktion für die Chinesen waren, die mit uns fotografiert werden wollten. Nach einem Absacker auf der Dachterrasse (tolle Aussicht) gingen wir ziemlich müde wegen der Zeitverschiebung ins Bett. Anzumerken ist, dass von Anfang an WhatsApp ohne eine besondere Karte nicht nutzbar war.

Aber am nächsten Tag ging es auch früh wieder los, um das Giant Panda Breeding Research Institute zu besichtigen. Das Frühstück in dem Hotel war sehr gut, man bekam sowohl amerikanisches Frühstück, mit Eiergerichten und süßen Brötchen, aber auch das chinesische mit Teigtaschen und Suppe. Letztere haben wir uns übrigens angewöhnt, jeden Morgen zu essen, was vor allem in Tibet gut war. 

In Chengdu erzielt man gute Ergebnisse bei der Pandazucht. Es war voll, aber die Pandas sind auch eine Attraktion. Die meisten chinesischen Besucher haben entsprechende Kleidung mit Pandas an, sogar Pandaohren auf dem Haarreif. Danach gab es noch eine Möglichkeit, Kaffee zu trinken. 

Es fing an zu regnen, als wir bei einer Ausgrabungsstätte waren und ins Jinsha Museum gingen. Das Gebäude war riesig, die Ausstellung führte im Wesentlichen zu einem Emblem, einem Gold-Ring mit Muster, das man überall in der Stadt auf Schildern etc. findet. Danach sind wir in eine weitere touristische Straße gegangen, diese war aber ursprünglich historisch und für Touristen (übrigens chinesische Touristen) modernisiert worden. Wir fanden allerlei Geschäfte dort vor, aber auch Restaurants, Kaffees und Straßenhändler. 

Am späteren Nachmittag konnten wir Mittagessen. Das Essen bestand aus etwa 10 verschiedenen Gerichten, von denen jeder etwas nehmen konnte, und Reis. Softgetränke, Wasser oder Tee kamen hinzu. In dieser Form haben wir seitdem immer gegessen. Wir kehrten in das Hotel zurück und wer darauf Lust hatte, besuchte mit Eva die chinesische Oper. Wir nahmen dazu die U-Bahn und wegen der Schriftzeichen war dies bereits abenteuerlich. Die chinesische Oper befand sich in einem Park. Wir konnten vor der Vorstellung die Schauspieler beim Schminken sehen und fotografieren. Die Vorstellung selbst beinhaltete Gesang, Musikdarbietungen, Theater (witzig), Tänzer mit Masken und eine Schattenspielerin. Wir haben danach den großen Tian Fu Platz besucht, der mitsamt der umliegenden Gebäude und ihrer Reklame toll beleuchtet ist. Wir mussten aber feststellen, dass direkt die Polizei auf Eva zukam, was wir dort machen. Eine Ansammlung von 10 Europäern wird anscheinend misstrauisch beobachtet.

Am dritten Tag in Chengdu sind wir etwa 2 Stunden aufs Land hinaus gefahren, um ein altes Bewässerungssystem (Dujiangyan) zu besichtigen. An dem Tag war Feiertag und es waren sehr viele Chinesen, auch Schulklassen, vor Ort. Eine andere europäische Reisegruppe haben wir nicht getroffen. Pagodenförmige Tempel sah man dort, wir liefen an dem Fluss entlang und gingen über Hängebrücken, von denen vor allem die Chinesen begeistert waren und schaukelten. Der Ort selbst war vom Bus aus auch sehenswert, da es hier auch alte Gebäude gab. 

Das Wetter entwickelte sich leider nicht gut. Es zog sich zu, wurde diesig und Nieselregen setzte ein. Wir sind nach etwa zwei Stunden zum heiligen Berg Qingchen Shan gefahren. Dort war wieder ein großer Andrang, die Chinesen reisen also auch gerne bei sich zu Hause. Es ging los mit einem kleinen Shuttlebus, dann ein Stück zu Fuß und die erste Etappe den Berg hoch über Stufen. Ein Teilstück wurde mit einer Seilbahn wie beim Skilaufen bewältigt, dann gingen wir wieder Stufen hoch zum Tempel auf der Spitze. Leider regnete es so sehr und es war so neblig, dass man nur die Umrisse des Tempels sehen konnte. Der Abstieg ging über nasse Stufen hinunter, ich habe wieder die Seilbahn genommen. Das konnte man sich aussuchen. Abends waren wir zum Essen relativ spät zurück und auch ziemlich müde. 

Lhasa

Am nächsten Tag nach Lhasa sollte es schon um 5 Uhr losgehen, ohne Frühstück, aber mit Lunchpaket. Ein Highlight waren die sog. Harmoniepausen – also Toilettenpausen. Die Frage von Eva „Braucht jemand Harmonie“ ist mir noch gut in Erinnerung. Harmonisch waren die vorgefundenen Stehtoiletten nicht unbedingt.

Das Lunchpaket am kommenden Tag war nicht unser Ding, aber man konnte am Flughafen etwas kaufen. Eva hat uns noch verabschiedet und versprach, sich um unsere Betreuung am letzten Tag zu bemühen. Alle waren wegen der erwarteten Probleme mit der Höhe in Tibet aufgeregt. Im Flugzeug war noch eine deutsche Reisegruppe, bei der die Reiseleiterin umfassende Aufklärungsbögen zur Höhenkrankheit austeilte. Ansonsten ist Lhasa eine Etappe auf dem Weg nach Nepal, viele im Flugzeug wollten dort hin. Wir erhielten im Flugzeug Reisbrei mit Wasser, kein kulinarisches Highlight. Die ersten meinten beim Anflug auf Lhasa schon die Höhe zu spüren. Wir kauften erst einmal Wasservorräte, da Eva uns geraten hatte mindestens 3 Liter Wasser am Tag zu trinken (leider musste man deswegen häufig Harmoniepausen einlegen, direkt bei der Ankunft am Flughafen fing es an). 

Am Getränkestand konnte man zudem Sauerstoff in Flaschen kaufen. Unser tibetischer Reiseleiter begrüßte uns mit weißen Schals und war von Anfang an ein Sonnenschein. Ständig fröhlich und entspannt. Sein Deutsch war sehr gut. Wir fuhren wieder rund 1 ½ Std. ins Hotel in Lhasa. Das Four Points by Sheraton ist ein schönes Hotel, nahe bei der Altstadt. Die vorgesehene Eingewöhnung fiel kurz aus. Wir haben ausgepackt und uns ca. ½ Std. hingelegt. Danach haben wir uns wieder getroffen, um einen Rundgang in der Altstadt zu machen und zu Abend zu essen. 

Die ersten leichten Kopfschmerzen fingen an. Unser Reiseleiter ist wirklich langsam gegangen, aber es war trotzdem spürbar anstrengend. Die Sonne war vergleichbar wie auf einem Gletscher sehr hell, der Himmel strahlend blau. Bei dem Licht leuchteten die bunten Farben der Altstadt. Das war von Anfang an beeindruckend, dazu die vielen Pilger, die ihre Kora mit Gebetsmühlen im Uhrzeigersinn um den Jokhang Tempel machten. Es gab unglaublich viel zu sehen und die ersten hatten starke Kopfschmerzen mit Übelkeit. Eine aus unserer Gruppe musste ins Hotel zurück. Mir ging es auch nicht gut, aber ich wollte etwas essen. Mit einer Dose Cola ging es auch etwas besser, das Essen war nepalesisch und sehr lecker. Ich musste mich danach mit einer Kopfschmerztablette hinlegen. Anscheinend hatte ich die Höhenprobleme früher als meine Mitreisenden, die am nächsten Morgen von Übelkeit und Schlafproblemen berichteten.

Das Frühstück war wieder sehr lecker (auf Kaffee habe ich seitdem verzichtet), es gab Spiegeleier, Momos und eine frisch zubereitete Gemüsesuppe mit Nudeln, die mich von nun an jeden Morgen gestärkt hat. Wir gingen zum Jokhang Tempel und waren wieder beeindruckt von den Gläubigen, die sich immer wieder niederwarfen, um zu beten. Bei Besichtigungen am Vormittag sind auch die Gläubigen im Tempel. Im Tempel waren keine Fotos erlaubt, wir kamen über einen Eingang hinein, der direkt in die Mitte geführt hat, während die Gläubigen alle Ecken mit kleinen Räumen und Schreinen/Buddhas besuchten. 

Der Geruch von Butter war neu, die die Gläubigen in Thermoskannen mitbrachten. Wir hatten Obst gekauft und etwas Fladenbrot, um eine Zwischenmahlzeit zu bekommen. Wir besuchten sodann den Potala Palast. Hier ist ein genaues Zeitfenster vorgeschrieben. Wir mussten trotz der ungewohnten Höhe 400 Stufen hinaufgehen. Es hat sich gelohnt, eine tolle Aussicht und vor allem der religiöse Teil war beeindruckend. 

Überall liegen Geldscheine, die gespendet werden. Es sind riesige Stupas (Grabmäler) der Dalai Lamas in dem Potala Palast. Unser Reiseleiter hat sehr viele Einzelheiten zu der Geschichte und zu seiner Heiligkeit erläutert. Hinzu kamen Erläuterungen zu den verschiedenen Buddhas, die ich mir leider bis zuletzt nicht merken konnte. Die Konzentrationsfähigkeit bei der Höhe war bei allen eingeschränkt. Vor dem Potala Palast bzw. auf dem Weg hoch und runter waren viele Gläubige damit beschäftigt, Farbe an die Wände in Eimern und sonstige Behältern zu klatschen, um den Palast vor dem Winter zu verschönern. Wir waren nach dem Abendessen wieder früh und todmüde im Bett.

Am nächsten Tag war ein Klosterbesuch außerhalb auf einer Höhe von etwa 4.300 m auf dem Programm. Wir stellten fest, dass man in Tibet fürs Tanken eine Erlaubnis benötigt. Harmoniepausen waren hier nicht üblich, wahrscheinlich da die Klostertoiletten eher gruselig waren. Wir lernten die Vorzüge der Naturtoilette kennen. Das Kloster Drak Yerpa /Drayerpa war toll gelegen mit Ausblick auf die umliegenden Berge. Wir warfen Zweige, die man dort kaufen konnte, in dort stehende Öfen wie die übrigen Pilger. Das Kloster ist in kleinen Gebäuden und anschließenden Höhlen über den Hang verteilt. Auch hier gab es eine Obst- und Brotmahlzeit. Wir gingen eine kleinere Kora um einen Hügel am Kloster. Danach sind wir in Lhasa Essen gegangen. Dieses Mal gab es dazu eine Tanzveranstaltung. In dem Restaurant standen Spieltische, an denen vor allem ältere Damen Majong spielten.

Am dritten Tag in Lhasa fuhren wir wieder in das außerhalb gelegene Kloster Ganden. Unser Reiseleiter erzählte enthusiastisch von der Himmelsbestattung in allen Einzelheiten (davon haben wir nachts noch geträumt), für die sich an dem Kloster ein Platz befindet. Das Kloster selbst war wieder schön auf dem Berg gelegen. Nach der Besichtigung der wesentlichen Teile haben wir dort Suppe gegessen. Wir haben eine kleine Wanderung um den Berg unternommen, mit spektakulärer Aussicht auf die umliegenden Berge. Von dem Ort der Himmelsbestattung konnte man außer ganz vielen Gebetsfahnen nichts sehen. 

Danach hatten wir nur wenig Zeit für das weitere Kloster Sera. Interessant war dort, dass, da es Sonntag war, viele Familien ihre Kinder mitbringen, um diese segnen zu lassen. Wir waren abends in Lhasas Altstadt in einem Restaurant mit leckerem Essen, das wir für den Abschiedsabend gleich wieder reserviert haben. Nach dem Essen sind wir zum toll beleuchteten Potala Palast gefahren, wo wir Fotos machen konnten. Wir haben uns dann fast alle eine Fahrrad-Rikscha genommen, was viel Spaß gemacht hat.

Am vierten Tag in Tibet (Halbzeit der Reise) waren auch alle wieder fit. Man kann sagen 1/3 der Gruppe hat von der Höhe fast nichts oder nur sehr wenig gespürt, 1/3 hatte leichtere Probleme wie ich, aber das ging am ersten Tag in Lhasa schon ganz gut, 1/3 hatte größere Probleme und musste spezielle Medikamente nehmen bzw. aussetzen und Ruhe halten. Ich hatte Rhodiola schon zu Hause gut 3 Wochen genommen, meine Zimmernachbarin kaufte das Präparat vor Ort nach tibetischer Herstellung und meinte, das hätte ihr geholfen. 

Shigatse

An diesem Tag mussten wir wegen der langen Busfahrt nach Shigatse schon früh aufbrechen. Es ging über zwei Pässe, einer davon schon über 5.000 m hoch. Wir haben dort Fotos mit riesigen Tibet-Mastifs und einem Yak gemacht. Die Fahrt war malerisch, vor allem der Stopp am türkisblauen Yamdrok See. Dort haben wir einen Spaziergang gemacht. Die Landschaft auf dem Weg erinnerte an die Weite in Amerika, Bäume gibt es kaum. Auf dem Weg sieht man Gletscher und viele Gebetsfahnen, gerade an Aussichtspunkten. Wir besuchten noch das Kloster Palkhor Chode mit der großen Stupa. Wir sind erst am Abend in Shigatse eingetroffen und direkt zum Essen gefahren. Erst danach gingen wir in unser Hotel. Die meisten waren wieder früh im Bett.

Beim Frühstück in Shigatse im Hotel gab es erstmals Buttertee. Gewöhnungsbedürftig, wenn man mich fragt. Nach einem Abstecher bei der Polizei, wo meine Zimmernachbarin fotografiert wurde, damit wir in die Stadt einreisen durften, ging es zum Kloster Tashilunpo, dem Sitz des Panchen Lama. Die Atmosphäre dort war entspannt, eine schöne Anlage. Zum Mittagessen sind wir in ein kleines Restaurant mit Terrasse gegangen, um überwiegend Suppe zu essen. Danach ging es schon los in Richtung Mt. Everest. 

Dingri

Auf einem Pass waren wir schon über 5.000 m. Ja, es zählt jeder Meter. Auf dem Weg war es aber gegen Abend verhangen, so dass der Mt. Everest nicht sichtbar war. Wir fuhren nach Dingri. Wir hatten ein schönes, komfortables Hotel. Die Räume im Hauptgebäude dort waren wie üblich wenig geheizt im Gegensatz zu den Hotelzimmern, deshalb tragen die meisten Tibeter grds. Steppjacken. Es war insgesamt schon empfindlich kalt, vor allem da das Duschwasser maximal lauwarm war. Wir haben uns zusätzliche Decken aufs Bett gelegt. Ein gutes Abendessen gab es in Büffet-Form. Alle gingen im Hinblick auf den am Folgetag stattfindenden Besuch vom Mt. Everest Base Camp aufgeregt ins Bett. Um die Chance zu erhöhen, den Mt. Everest zu sehen, sind wir auch wieder um 5 Uhr aufgestanden und haben unsere Winterleidung angezogen.

Mount Everest

Ein tolles Gefühl, als wir den ersten Aussichtspunkt erreicht haben, es war dämmrig und wir konnten den Mt. Everest sehen. Da hatte es sich schon gelohnt so früh aufzustehen. Sofort haben wir die ersten Fotos gemacht, was bei dem schlechten Licht schwierig war. Dann sind wir freudig eine Anhöhe hochgelaufen, aber die ersten bekamen hier Probleme. Die Anstrengung war groß. Oben wurden wir belohnt, da die Sonne sich auf dem Mt. Everest gespiegelt hat und das gesamte Panorama der umliegenden Berge war wunderschön anzusehen. 

Wir haben viele Fotos gemacht. Danach ging es weiter mit dem Bus und einer Runde Tee bei den Temperaturen und wir fuhren in Richtung Base Camp. Dort hielten wir etwas entfernt und sind zu Fuß weiter gelaufen. Das Base Camp selbst war enttäuschend: Es war bereits abgebaut und wir waren allein vor Ort. Aber der Blick auf den Mt. Everest war immer noch Anlass für zahlreiche Fotos und wir hängten mitgebrachte Gebetsfahnen auf. 

Mittagspause war in dem einzigen Café vor Ort und es gab Suppe. Etwas teurer als sonst natürlich. Wir haben noch das Kloster Rombuk besucht, was zu unserer Überraschung ein gemischtes Kloster mit Nonnen und Mönchen war. Man kannte unseren Reiseleiter und so durften wir auch bei einer Zeremonie dabei sein. Wir schlossen mit einer Kora um das Kloster und fuhren zurück. 

Eine Mitreisende hatte an diesem Tag große Probleme mit der Höhe und musste vorab zurückreisen. Zwei Mitreisende hatten mit Übelkeit und Kreislaufproblemen zu kämpfen. Ich war einfach nur müde. Für mich war das ein toller Tag, der immer in Erinnerung bleiben wird.

Am nächsten Tag ging es zurück nach Shigatse. 

Auf dem Weg besuchten wir noch ein kleineres Kloster, in dem früher gedruckt wurde und in dem sich noch viele Druckplatten für alte Bücher befanden. Hier hatten wir erstmals Gelegenheit auch im Innern zu fotografieren. Da wir ohne große Pause zurückgefahren sind, hatten wir Zeit noch eine Kora um das Kloster Tashilunpo zu machen. Diese war besonders schön, da die große Klosteranlage fast vollständig mit Gebetsmühlen umringt ist und man hat einen sehr schönen Blick auf die Stadt, die umliegenden Berge und den kleinen Potala. Begleitet wurden wir von Gläubigen, Ziegen und Hunden. Danach besuchten wir einen kleinen Markt und sind noch durch die Stadt geschlendert. Nach der Tibetwoche waren wir wirklich akklimatisiert. Unserer Mitreisenden ging es dort wieder besser und so konnten wir abends gemeinsam essen gehen.

Der Folgetag war ein Fahrtag nach Lhasa...

...wo wir Nachmittags ankamen und noch Gelegenheit hatten, Souvenirs in der Altstadt einzukaufen, bevor wir uns zum gemeinsamen Abendessen trafen. Es war sehr schön, alle inkl. unserem Reiseleiter waren glücklich wegen der schönen Tage und wir tauschten E-Mail-Adressen und Handy-Nummern aus.

Am nächsten Morgen gab es noch einmal das leckere Frühstück in Tibet mit Nudelsuppe und dann fuhren wir zum Flughafen.

In Chengdu empfing uns zu unserer Freude Eva, die mit ihrem Kollegen getauscht hatte und machte uns auch zu unserer Überraschung ein Holzarmband als Geschenk. Wir fuhren mit ihr in einen großen Park. Da es Samstag war, wurde er von sehr vielen Chinesen besucht (auf Schildern wurde die Dezibel-Stärke angezeigt). Man fütterte dort Kois, ruderte im Teich, inspizierte dortige Kontaktanzeigen und saß im Teehaus. 

Wir fuhren danach in verschiedenen Gruppen entweder zu der bereits bekannten Einkaufsstraße, in ein Einkaufszentrum oder zur Massage. Die letzten Yuan wurden ausgegeben. Das Abschiedsessen fand in einem Hotel statt und wir fuhren zeitnah zum Flughafen, wo wir länger auf unseren Flug warteten. Es ging erst ein paar Stunden später früh am Morgen los und wir kamen auch früh am Morgen in Frankfurt an. Die meisten hatten noch eine Weiterreise vor sich. Ich hatte den Heimvorteil und konnte mich hinlegen.

Alles in in allem eine beeindruckende Zeit mit intensiven Eindrücken. Ich kann die Reise nach Tibet nur empfehlen.

Alle Reiseberichte zum Reiseziel "Vom modernen China ins ursprüngliche Tibet"

Schickt uns eure Urlaubserinnerungen

Wir veröffentlichen Eure Reiseberichte an dieser Stelle. Für Eure Mühe belohnen wir Euch mit einem Reisegutschein In Höhe von 75,- EUR. Sendet uns eine kurze E-Mail zu welchem Urlaubsziel Ihr schreiben möchtet und wir setzen uns umgehend mit Euch In Verbindung, um die Details zu klären.

Jetzt schreiben