Frosch Tagestouren

Wanderung: Diemeltal / Muschelkalkmeer

Guide

Kurt Diesterheft (laubrascheln@e.mail.de)

Level

1  Was bedeutet das?

Dauer

ca. 3,5 Stunden reine Gehzeit, zzgl. Pausen und Einkehr

Treffpunkt

10:00 Uhr: Feuerwehr / Gemeindehaus in Ostheim. Am Sauerbach 7, 34396 Ostheim

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Kosten

Halbtagestour: 12,- €

Anforderungen

Es handelt sich um eine leichte/mittlere Wanderung, überwiegend auf Wald- und Forstwegen mit kurzen Steigungen. 

Länge: ca. 11km / Höhenmeter: 240hm

Mitbringen
  • Wetterangepasste Kleidung
  • Kopfbedeckung
  • Feste Wanderschuhe
  • Proviant und Getränk
  • Geld für Besuch der Diemel-Gin Destille (optional)
Für diese Personenanzahl leider keine freien Unterkünfte
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Hallo liebe Frösche

Ich lebe in der Kulturlandschaft des Kreises Höxter. Wann immer es möglich ist, zieht es mich hinaus in die Natur. 

Es gibt hier viele interessante Kleinode zu entdecken und so beschloss ich die Ausbildung zum Wander- und Naturführer zu absolvieren.

Seitdem bin ich mit kleineren Gruppen unterwegs, um das Gebiet zwischen Diemel und Weser zu zeigen und seine Besonderheiten zu erklären. 

Kurt Diesterheft
Kurt Diesterheft

Tourenbeschreibung

Der Rundweg führt Euch über ca. zehn Kilometer und in etwa 3-4 Stunden durch das Tal der Diemel und über die benachbarten Höhenzüge. Zu entdecken gibt es naturkundliche sowie archäologische Schätze entlang des Pfades. Genießt auf einer Landschaftsliege entspannt die herrliche Aussicht und wer weiß, möglicherweise kommt Ihr nach dem Besuch der Diemel-Gin Destille auf den Geschmack.

Der Muschelkalkpfad

Der Muschelkalkpfad verläuft auf dem länderübergreifender Rundweg auf ca. zehn Kilometern über die angrenzenden Höhenzüge und durch das Tal der Diemel zwischen den Ortschaften Lamerden, Körbecke und Ostheim, geradezu auf den Boden eines ehemaligen subtropischen Muschelkalkmeeres. Er bietet Einblick in 240 Millionen Jahre Erdgeschichte. Durch Niederwald und Kalk-Buchenwälder mit farbenprächtigen Frühlingsblühern schlängelt sich der Pfad hin bis zur so genannten „Nase“ des Schwiemelkopfs. Im Tal sind längs des Diemelradweges die geologischen Aufschlüsse des „Unteren Muschelkalk“ sichtbar. Am gegenüberliegenden Stenderberg zeugen Keramikscherben und Mauerreste von vergangenen Zeiten. Und in Ostheim darf die beeindruckende und artenreiche Wacholderheide durchquert werden. Im Dörfchen Ostheim befindet sich die Diemel-Gin Destille, die in Eigenproduktion unter anderem dem Wacholder von den umliegenden Kalkmagerrasenflächen zur Herstellung verwendet, er gibt dem Gin seine persönliche Note.

Die Ostheimer Hute

Bei Ostheim darf eine beeindruckend schöne sowie artenreiche Wacholderheide durchquert werden. In diesem Bereich sind im Frühjahr zahlreiche Knabenkräuter und Ragwurze (Orchideen) zu bestaunen, im Sommer werden sie von Schmetterlingen begleitet, und der Herbst hält blauviolette Enziane bereit. Besonders die Gegend um Lamerden / Ostheim ist ein Paradies für Wanderfreunde, Orchideen- und Schmetterlingskundler.

Das Tal der Schmetterlinge
Anfang 2000 wurden europaweit die wichtigsten Gebiete für den Schutz der heimischem Tagfalter (Prime Butterfly Areas) ausgewiesen. Das Diemeltal ist das einzige Gebiet im Norddeutschen Raum, dem dieses Prädikat verliehen wurde. Hier wurden bisher rund 100 Arten der meist farbenprächtigen Schmetterlinge nachgewiesen.

Schanze auf dem Opferberg

Zur Sicherung der Diemelfurten wurden im Siebenjährigen Krieg (1756 - 63) zwischen Warburg und Trendelburg mehrere militärische Feldbefestigungen angelegt. Einer dieser Wehrbauten liegt auf dem schmalen Geländerücken "Opferberg". Die Erdwälle der Schanze haben sich teilweise bis in die heutige Zeit erhalten.

Stenderberg

Bei Kartierungen gefundene Steinblöcke gaben in den 1980er Jahren den Anstoß für archäologische Untersuchungen auf dem Bergsporn gegenüber des Schwiemelkopfs. Erfahrt an der Station des Pfades die Zusammenhänge zwischen der Burg auf dem Stenderberg und dem verschollenen Dorf "Steinern Zwergen".