Frosch Tagestouren

Wanderwochenende: Wildnistrail & Eifelsteig

Guide

Micheal Schulze (mischumue@gmail.com)

Level

2-3  Was bedeutet das?

Dauer

Tag 1 ca. 7 h, davon reine Gehzeit ca. 6 h (ca. 20 km, 550 Höhenmeter), Pausen in Wollseifen & Vogelsang

Tag 2 ca. 6 h, davon reine Gehzeit ca. 5 h (ca. 18 km, 270 Höhenmeter), Pausen in Mariawald & Heimbach

Treffpunkt

Samstag, 13.07.19, 10:30 Uhr: Schleiden-Gemünd, Bushaltestelle Gemünd Kirche (Fahrtrichtung Vogelsang, Linie SB 82).

Anreise mit dem ÖPNV aus Rtg. Köln / Bonn mit der Eifelbahn bis Kall Bf., dort Umstieg in die Buslinie SB 82 (Rtg. Vogelsang) bis zur Haltestelle Gemünd Kirche.

Anreise mit dem Auto bis Gemünd, Parkmöglichkeit: Eifel-Ardennen-Platz, 53937 Schleiden-Gemünd

Am Sonntag, 14.07.19 geht es um 9:30 Uhr direkt vom Hotel los.

Du suchst oder bietest eine Mitfahrgelegenheit zum Treffpunkt der Tour? Dann verabrede dich bequem in der Facebook-Gruppe "Frosch Sportreisen Community" mit anderen Teilnehmern.

Kosten

Doppelzimmer: 109,- 
Doppelzimmer mit Balkon: 119,-
Einzelzimmer: 129,-

Alle Preise verstehen sich in EUR pro Person.

Anforderungen

Trittsicherheit und gute Kondition; beide Touren können mit einem Tagesrucksack begangen werden

Mitbringen
  • Rucksackverpflegung
  • Dem Wetter angepasste Kleidung
  • Festes Schuhwerk
  • Geld für die Einkehr und Bus- bzw. Taxitransfer

Leistungen:

  • 1 Übernachtung in der gewählten Zimmerkategorie in dem Kurparkhotel Gemünd inkl. Frühstück
  • 1 Lunchpaket
  • 2 geführte Wanderungen

Nicht enthalten: Kurtaxe, Einkehr / Abendessen im Gemünder Brauhaus

Für diese Personenanzahl leider keine freien Unterkünfte
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Diese Reise ist aktuell ausgebucht Diese Reise ist wieder in der nächsten Saison buchbar

Liebe Wanderfrösche

Als Geograf und zertifizierter Tourenleiter möchte ich gerne die Schönheit und Vielfalt meiner Heimatregion auf spannenden Wegen mit Anderen teilen.

Die Eifel ist mir durch viele private und dienstliche Besuche bekannt und liegt mir daher besonders am Herzen. Bei meinen Wandertouren geht es um das gesellige Erleben von Natur und Landschaft, aber auch um die Vermittlung von regionalen Besonderheiten.

Ich freue mich darauf, Euch die besondere Landschaft im Nationalpark Eifel zu zeigen.

Micheal Schulze
Micheal Schulze

Tourenbeschreibung

Samstag: Etappe 1 (Einruhr – Gemünd ca. 20 km)

Wir starten unsere Tour in Einruhr, dem idyllisch am Ufer des Obersees gelegenen Ort. Am Heilsteinhaus, dem Nationalpark-Infozentrum begegnet uns zum ersten Mal das Wegezeichen mit der grinsenden Wildkatze – Willkommen auf dem Wildnistrail! Immer auf halber Höhe über dem Wasser wandernd, bieten sich zahlreiche schöne Ausblicke auf den Obersee und den Urftstausee. Bis zur Urftstaumauer geht es dann auf den weitestgehend naturbelassenen Wegen von Eifelsteig und Wildnistrail nah am Seeufer entlang. Wald und Wasser gehen hier eine perfekte landschaftliche Symbiose ein.

Der Anstieg nach Wollseifen erfordert einiges an Kondition – steil geht es von der Talsperre hoch auf die Dreiborner Hochfläche. Im Frühjahr leuchtet hier vom Wegesrand das „Eifelgold“: Unzählige Ginsterbüsche säumen das Gelände auf der Hochfläche. Bald ist das Dorf Wollseifen erreicht – in dieser „Ortswüstung“ lebt heute niemand mehr. Die Atmosphäre ist sehr besonders und ein bisschen gespenstisch – jahrelang benutzten die hier stationierten Belgier das Gelände zu Übungszwecken für den Balkankrieg.

Nach einer kurzen Rast geht es weiter in Richtung Vogelsang. Die ehemalige Ordensburg der Nationalsozialisten ist heute Nationalparkzentrum und entsprechend gut besucht. Das Gelände wirkt in seiner kuriosen Mischung aus totalitärer Architektur und Überbleibseln der belgischen Armee ein wenig außerirdisch inmitten der schönen Landschaft. Vom Café aus hat man einen fantastischen Rundumblick auf die Landschaft um den Urftstausee.

Durch das idyllische Morsbachtal und vorbei an den spektakulären Ausblicken Kickley und Modenhübel geht es stetig abwärts in Richtung Gemünd. Dort angekommen wartet im Gemünder Brauhaus eine eifeltypische Einkehr auf uns, wo wir den ersten Wandertag entspannt ausklingen lassen.

Sonntag: Etappe 2 (Gemünd –Heimbach ca. 18 km) 

Am zweiten Tag wird es uns gleich zu Beginn erst einmal ordentlich warm: Vom Nationalpark-Tor aus queren wir die Urft und steigen dann direkt steil bergauf in Richtung Wolfgarten. Über schmale Pfade durch lichten Eichenwald wandernd, werfen wir an der Kaisereiche einen letzten Blick auf Gemünd und tauchen dann in das Herzstück des Nationalpark Eifel ein – den Kermeter. So heißt der typische Buchenmischwald, der uns auf den nächsten Kilometern begleitet. Man kommt aus dem Staunen über die vielen mächtigen Bäume kaum noch heraus und beginnt zu verstehen, was hinter der Nationalparkidee in der Eifel steckt. Den Kopf voller imposanter Waldbilder erreichen wir schließlich das schön gelegene Kloster Mariawald. Der Blick geht von hier bis weiter in die Zülpicher Börde – am Horizont ist das Rheinische Braunkohlenrevier zu erkennen. Die Trappistenabtei ist bekannt für die spektakulärste Erbensuppe der ganzen Nordeifel! Eine Einkehr in der Klostergaststätte ist also Pflichtprogramm.

Das trubelige Klostergeschehen hinter uns lassend, wandern wir auf der Höhe bis zum Eifelblick „Luna“. Die Aussicht von dort auf Heimbach samt Staubecken ist ein Highlight. Es folgt der steile Abstieg auf schmalen Pfaden hinunter an die Rur. Nun genießen wir noch einmal das Element „Wasser“: Zum Abschluss unserer Nationalparktour umrunden wir das Staubecken Heimbach. Zunächst geht es auf der Südseite am Ufer entlang bis zum wunderschönen Jugendstil-Wasserkraftwerk. Auf der Hangseite lockt hier die Terrasse am See zu einer letzten Einkehr mit Blick auf das Wasser.

Einem Richtungswechsel in Höhe des Kraftwerks folgt auf der Nordseite des Staubeckens der „Dschungelpfad“. Anders als der Name suggeriert, müssen wir uns hier nicht durch das Unterholz schlagen, sondern wandern entspannt auf Holzbohlenstegen und naturnahen Pfaden und Wegen im nachmittäglichen Sonnenlicht. Bald darauf haben wir unser Ziel Heimbach erreicht. Eine landschaftlich abwechslungsreiche und reizvolle Nationalparktour liegt hinter uns. Von hier bringt ein Bus, die mit dem Auto angereisten Teilnehmer wieder nach Gemünd zurück (ca. 20 Minuten Fahrt). Für alle anderen ist die Rurtalbahn das geeignete Mittel, um über Düren wieder Richtung Köln oder Aachen zu kommen.

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