11.02.2020

Historischer Glücksfall mit Stil

Frosch Sportclub Carlton wird 90

Frosch macht Sommer buchbar
Das Hotel Carlton wenige Jahre nach seiner Eröffnung in den 1940ern. © Frosch Sportreisen GmbH

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Münster, 11. Februar 2020.
Die historische Perle unter den Frosch Sportclubs, der Sportclub Carlton im schweizerischen Crans Montana, feiert in diesem Jahr seinen 90ten Geburtstag. Das eindrucksvolle Gebäude, das noch heute den Charme eines Grand Hotels versprüht, blickt dabei auf eine bewegte Geschichte mit zahlreichen prominenten Gästen wie Charlie Chaplin oder Jurij Gagarin zurück. Für den Münsteraner Hotelbetreiber und Reiseveranstalter Frosch Sportreisen ein Glücksfall mit Stil.

Das Haus, das bereits seit seiner Eröffnung unter dem Namen Carlton geführt wird, wurde von 1928-1929 durch den bekannten Schweizer Architekten Markus Burgener (1878–1953) erbaut. Burgener, der in Crans-Montana und dem Wallis zahlreiche Gebäude schuf, war stark vom Bauhaus beeinflusst und gilt heute als maßgeblicher Gestalter der Moderne in der Schweizer Architektur. So thront denn das Carlton seit seiner Eröffnung im Jahr 1930 mit seiner markanten Fassade gut sichtbar oberhalb des Ortes und bietet seinen Gästen durch die erhabene Hanglage einen einzigartigen Blick über das Rhonetal.

Trotz aller Geschichte, und davon bieten die 90 Jahre Hotelbetrieb eine ganze Menge, ist das Carlton für Frosch-Geschäftsführer Holger Schweins alles andere als ein staubiges Museum: „Unsere sportlichen Gäste bringen Leben in die alten Steine. Spätestens wenn in den Ferien die Familien das Carlton stürmen, zeigt es uns, wie agil ein junggebliebener Alter sein kann.“ Größer als in den Ferienzeiten könnte der Kontrast kaum sein. Dann toben die Jüngsten durch die altehrwürdigen Flure, belagern die hölzerne Telefonzelle vor dem Speisesaal und wundern sich über die zarte, heute kaum vorstellbare Eleganz der geschwungenen Waschbecken und Wasserhähne.

Dabei hätte bereits in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts alles ganz anders kommen können. Doch sowohl die Anbauten aus diesen Jahren, wie auch die Übernahme durch Frosch Sportreisen in der Mitte der 90er Jahre haben dem Carlton nichts von seinem alten Glanz genommen. „Uns ist wichtig, bei allen Modernisierungen, von denen es spätestens seit unserer Übernahme wirklich einige gab, der Geschichte des Hauses gerecht zu werden. Wir gehen behutsam vor, ganz gleich ob wir einen neuen Wellnessbereich im Dachgeschoss einrichten oder den Salon neu möblieren. Denn das Carlton verpflichtet“, erklärt Schweins den eigenen Anspruch.

Dabei bringt der Anspruch, Erhalt und Moderne in Einklang zu bringen, teils ungeahnte Herausforderungen mit sich. So löste denn der Haustechniker, als vor einigen Jahren Ersatzteile für die originalen Waschbecken erforderlich wurden, beim niederländischen Hersteller blankes Erstaunen aus. Die Firma existierte noch, die letzten Ersatzteile für die fast hundertjährigen Teile waren jedoch schon seit einigen Jahrzenten ausverkauft. Immerhin konnten sich die Beteiligten darauf einigen, dass die ungewöhnliche Anfrage eindeutiger Beleg für die Qualität der Waschbecken sei.

Ob die historischen Speiseaufzüge, die heute als Löschkästen dienen oder die Rezeption, in die nach wie vor ein Tresor aus dem Baujahr eingelassen ist; Geschichten stecken in diesem Sportclub in jedem Winkel. So fielen den Fröschen aus Münster bereits bei der Übernahme des Hauses, nach 10jährigem Leerstand, zahlreiche alte Gegenstände wie Geschirr, Schreibmaschinen oder Vitrinen in die Hände. Doch das unscheinbare Highlight dieser Sammlung ist eine Seite aus dem Gästebuch vom Dezember 1969. Darin vermerkt ist der Aufenthalt des wohl prominentesten Gastes, der je im Carlton beherbergt wurde. Charlie Chaplin ist dort aufgeführt, kam mit 5 Mitreisenden und blieb bis zum 5. Januar 1970.

Neben aller Geschichte liegt den sportlichen Fröschen die Zukunftsfähigkeit des Hauses am Herzen. So sorgt ein Blockheizkraftwerk seit einigen Jahren für nachhaltigen Strom und Wärme. Seit 2019 wird das Haus zudem klimaneutral betrieben. „Ein 90jähriges Haus ist per se nicht nachhaltig zu betreiben. Deshalb haben wir uns entschieden, den CO2-Ausstoß durch den Hotelbetrieb vollständig auszugleichen. Ein wichtiger Bestandteil in unserem Nachhaltigkeitskonzept“, erklärt Geschäftsführer Schweins den Schritt.
Frosch Sportreisen öffnet den Sportclub Carlton im Sommer wie im Winter.

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